Schlossrued
Doppelkonzert geplant: Die «Hackbrättgoofe» treffen ihr Idol Nicolas Senn

Barbara Schirmer holt den Ostschweizer Hackbrettspieler Nicolas Senn fürs Konzert ihrer Schützlinge nach Schlossrued.

Peter Weingartner
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Kevin Handschin, Fabienne Dubuis, Laurenz Hindermann sowie die Zwillinge Jonas und Levin Tanner (v. l.) sind Barbara Schirmers «Hackbrättgoofe».

Kevin Handschin, Fabienne Dubuis, Laurenz Hindermann sowie die Zwillinge Jonas und Levin Tanner (v. l.) sind Barbara Schirmers «Hackbrättgoofe».

Peter Weingartner

Nicolas Senn, Ostschweizer Hackbrettspieler und bekannt vom Fernsehen («Potzmusig») ist das Idol vieler junger Hackbrettspieler. So auch jener fünf Jugendlicher aus Strengelbach, Aarau, Bubendorf und Frick, die jeden zweiten Mittwochnachmittag ins Ruedertal fahren, wo sie bei Barbara Schirmer Unterricht geniessen. Die «Hackbrättgoofe», das sind die Zwillinge Jonas und Levin Tanner aus Strengelbach, Laurenz Hindermann aus Aarau, Fabienne Dubuis aus Frick und Kevin Handschin aus Bubendorf.

Beziehungen machens möglich

«Ich habe Nicolas angefragt wegen eines Doppelkonzerts», sagt Barbara Schirmer. Er habe zugesagt. Die beiden Hackbrett-Koryphäen kennen einander: Senn war als Jugendlicher eine Zeit lang Mitglied des Schweizer Hackbrett-Jugendorchesters, das Barbara Schirmer gegründet und geleitet hat. Und als es um den Ort des Konzerts ging, fragte sie beim Schloss Rued nach und rannte offene Türen ein: «Ich habe dort an der Eröffnungsgala gespielt.»

Volksmusik – Weltmusik

Neun bis elf Jahre alt sind die «Hackbrättgoofe», wie sich Schirmers Schüler nennen. «Zum Stimmen und für die Fahrt zur Probe brauchen sie die Eltern», sagt Barbara Schirmer. Geprobt wird in der Schürmüli in Schmiedrued-Walde, wo Barbara wohnt. Gemeinsame Auftritte, «Konzertli» fördern das Zusammenspiel, und natürlich will man auch vor Publikum zeigen, was man gelernt hat. «Im Advent spielen sie im Limmatspital», sagt die Lehrerin.

Wer Hackbrett hört, denkt an traditionelle Volksmusik. Dafür ist auch Nicolas Senn, das Idol der «Hackbrättgoofe», bekannt. «Sie lieben Volksmusik», sagt Schirmer, aber auch ein bulgarisches Stück und etwas Lateinamerikanisches wird am 1. Juli zu hören sein. Nach den Kindern gibt Nicolas Senn ein Solokonzert. «Ein toller Botschafter des Hackbrettes», schwärmt Barbara Schirmer. Er schätze auch, was sie mache, Experimentelles: «Wir pflegen einen herzlichen Kontakt.»

Am Doppelkonzert vom übernächsten Sonntag ist ein bunter Strauss schöner Melodien und Rhythmen zu erwarten, verrät Barbara Schirmer. Und sie selber? Wird sie auch zu den Sticks greifen? Falls nötig, unterstütze ich meine Kindergruppe. «Eventuell machen wir zusammen mit Nicolas noch etwas sessionmässig», schmunzelt sie.

Doppelkonzert am 1. Juli

Die Hackbrett-Stubete findet am Sonntag, 1. Juli um 11 Uhr auf dem Schloss Rued im lauschigen Ruedertal statt, und zwar im Schloss-Saal im zweiten Stock. Eine gute Akustik, meint Barbara Schirmer. Da ist Platz für 100 Personen. Den Vorverkauf übernimmt das Seminarzentrum Rued AG: Telefon 079 306 91 51.

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