Unterkulm
Bis 2018 sollen 50 neue Wohnungen im Zentrum entstehen

Wenn die Wynabrücke fertig ist, werden die Bagger loslegen. Bis im Sommer 2018 soll die Überbauung «im Dorf» stehen.

Rahel Plüss
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In 18 Monaten Bauzeit entstehen im Zentrum von Unterkulm 36 neue Miet- und 14 Eigentumswohnungen.

In 18 Monaten Bauzeit entstehen im Zentrum von Unterkulm 36 neue Miet- und 14 Eigentumswohnungen.

zvg

In Unterkulm ist nicht die Kirche mitten im Dorf, sondern eine grüne Wiese – die Parzelle 191, genau genommen. Diese soll jetzt überbaut werden. In 18 Monaten entstehen hier für rund 20 Millionen Franken zwei Gebäudekomplexe mit 50 Wohneinheiten und Tiefgarage.

Loslegen können die Bagger aber erst, wenn die neue Wynabrücke fertiggestellt ist. Durch sie wird die Parzelle erst richtig erschlossen und mit ihr die bestehende Häuserzeile entlang der WSB. Damit können gleich mehrere unbewachte Bahnübergänge dichtgemacht werden. «Ganz im Sinne von Gemeinde und Kanton», wie Vizeammann Emil Huber beim offiziellen Spatenstich zur Überbauung «im Dorf» am Mittwoch sagte.

Die Gemeinde freue sich, dass das so zentral gelegene Stück Land nun endlich ins Dorf integriert und überbaut werden könne und die heutigen Anwohner dank der rückwärtigen Erschliessung gleichzeitig «einen risikoärmeren Nachhauseweg» bekämen. Da die unbewachten Bahnübergänge im Zuge des Eigentrassierungsprojekts WSB bis im Jahr 2020 sowieso geschlossen werden müssen, beteiligen sich Bahnbetreiber und Kanton ebenfalls an den Erschliessungskosten.

Im Sommer 2018 bezugsbereit

Bis Ende Juni 2018 soll die Überbauung fertig sein. «Das haben wir den beiden Bauherrschaften versprochen», sagte Patrick Zollet, Projektleiter bei der Raumwerk AG, Amriswil, und meinte damit die Avara Immobilien AG und die Swiss Finance & Property Funds AG. «Nun sind nicht nur wir», so Zollet weiter, «sondern alle unsere Vertragspartner gefordert.» Die beteiligten Akteure würden jetzt «einige Hirnzellen aktivieren müssen, um diverse Grundideen aus der Projektentwicklung zu bündeln und sie auf Datenstrukturen und Planunterlagen zu einem fertig ausführbaren Projekt ausarbeiten zu lassen.»

Geplant sind zwei Gebäudekomplexe: ein grösserer L-förmiger (mit 36 Mietwohnungen) entlang von Pfaffentalbächlein und Wyna und ein kleinerer, quaderförmiger (mit 14 Eigentumswohnungen) im nordöstlichen Parzelleneck. Die Gebäude verfügen über drei Vollgeschosse und ein Attikageschoss mit 3,5- und 4,5-Zimmer-Wohnungen. Im Untergeschoss befindet sich eine Tiefgarage mit Abstellplätzen für Autos und Velos, mit Keller- und Hobbyräumen.

Die im Verhältnis zu den angrenzenden Häusern recht grossen Bauvolumen sind in ihrer Grundform durch Versätze gestaffelt, was eine Gliederung und damit eine leichte optische Unterbrechung der langen Fassaden bewirkt. Die Gebäude bilden einen Innenhof mit Spielbereichen und Sitzgelegenheiten. Die Grünflächen und die beiden Bäche, die das Grundstück im Süden und Westen begrenzen, bieten Platz zum Verweilen.

Fachgutachten gab guten Noten

Da sich das Bauvorhaben in der Kernzone befindet, hatte der Gemeinderat im Vorfeld ein Gutachten eingeholt, um die Einpassung ins Unterkulmer Ortsbild von einer unabhängigen Fachstelle überprüfen zu lassen. Das Fachgutachten, das von der Metron Raum Entwicklung AG, Lenzburg, erstellt wurde, kommt zum Schluss, dass das Projekt Parzelle 191 «die Anforderungen an eine Bebauung in der Kernzone erfüllt und einen wertvollen Beitrag zur verdichteten Bauweise im Sinne des revidierten Raumplanungsgesetzes leistet.»

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