Tierisch
Mega herzig: So päppelt der Aargauische Tierschutz kleine Büsi auf und sucht ihnen ein neues Zuhause

Der Aargauische Tierschutzverein fängt junge Büsi ein, versorgt sie medizinisch und sucht für sie neue Lebensplätze. Die Sendung «Tierisch» von Tele M1 hat die Büsi-Auffangstation besucht.

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Jööö: Ein Besuch auf der Büsi-Auffangstation beim Aargauischen Tierschutzverein.

Tele M1

Noch sind sie verängstigt und scheu. Die kleinen Büsi sind erst einen Monat alt, als sie beim Aargauischen Tierschutz (ATs) landen. Hier bekommen die herzigen Fellknäuel zuerst einmal einen Gesundheitscheck vom Tierpfleger. Regelmässig kontrolliert er ihr Gewicht und wirft auch einen Blick ins Maul, um allfällige Entzündungen festzustellen. Ebenfalls werden die Tiere auf Flöhe, Milben und sonstige Parasiten getestet.

Alles gut, die Kätzchen sind gesund. «Sie wurden gefüttert, da wo wir sie her haben», erklärt Astrid Becker, Präsidentin des ATs gegenüber Tele M1. «Die Tiere sind darum nicht unterernährt und haben ein ihrem Alter entsprechend gutes Gewicht.»

Versorgt, aufgepäppelt und vermittelt

Die Büsis sind der Nachwuchs von unkastrierten Katzenmüttern, die wild in einer leerstehenden Scheune lebten. Der ATs habe die Kätzchen bereits früh von dort abholen müssen, wie Becker erläutert. «In der Scheune hat auch ein Fuchs Nachwuchs bekommen, wir wollten natürlich nicht, dass der Fuchs die kleinen Kätzchen holt.» Auch die Katzenmutter wird vom ATs eingefangen, kastriert und wieder zurückgebracht.

Neben normalem Katzenfutter bekommen die kleinen Büsi auch Muttermilchersatz. Sind sie dann aufgepäppelt und kräftig genug, werden sie beim Tierarzt geimpft und gechipt und anschliessend an ein neues Zuhause vermittelt.

Keine Vermittlung von Katzen nach Deutschland

Bei der Vermittlung der Tiere setzt der ATs offenbar strikt auf einheimische Tierfreunde, wie einem Leserbrief, welcher der «Aargauer Zeitung» vorliegt, zu entnehmen ist. Darin kritisiert ein Rentnerehepaar aus dem deutschen Dettighofen-Kirchholz den Negativentscheid auf ein Übernahmegesuch für zwei Katzen.

Der ATs habe die Bewerbung alleine wegen der geografischen Lage des neuen Zuhauses abgelehnt, obwohl die deutsche Gemeinde nur «einen Steinwurf über der grünen Grenze» liege. Die übrigen Kriterien – etwa, dass das Rentnerpaar viel Zeit für die Tiere habe und in einem für Katzen hervorragend geeigneten Wohnquartier leben – hätten bei der Bearbeitung des Gesuchs keine Rolle gespielt.

Das Paar könne diese Praxis nicht nachvollziehen. Es gibt zu bedenken, dass viele Tierheime ausgelastet seien und laufend mit Spendenaufrufen und Patentschaften geworben werde. Es könne daher nicht sein, dass das Tierwohl an der Landesgrenze ende. (luk)