Ron Dideldum
Aus nach 30 Jahren: Kantonsspital Aarau setzt Kinderclown vor die Tür

Seine Besuche liessen schwer kranke Kinder ihre Schmerzen für einen Moment vergessen. Per Brief beendete das Kantonsspital Aarau nach 30 Jahren nun jedoch die regelmässigen Clown-Einsätze von Ron Dideldum.

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Tele M1

Seit rund 30 Jahren besucht Clown Ron Dideldum aus Zofingen kranke Kinder im Kantonsspital Aarau (KSA). Doch damit ist jetzt Schluss: Das Spital informierte den Clown, dass seine Visiten sistiert sind. Er habe zunächst gar nicht realisiert was das bedeute, erklärt Ron Dideldum gegenüber dem Regional-TV-Sender Tele M1. «Es ist ja eigentlich kein Job, sondern eine Herzenssache.»

Dabei kann der Clown die Begründung für diesen Schritt sogar nachvollziehen. Das KSA habe diesbezüglich ein immer grösser werdendes Angebot für kranke Kinder. Dieses decke die Bedürfnisse der kleinen und grösseren Patienten vollständig ab. So steht es in dem KSA-Schreiben an den Zofinger Clown. Weitere Informationen von Seiten des Spitals gebe es laut Tele M1 erst nach dem Wochenende.

Dass die 30-jährige Partnerschaft mit einem einfachen Brief aufgelöst wird, ist für ihn dagegen unverständlich. Es sei traurig, dass das so kalt erledigt werde. «Ich hätte lieber einen Früchtekorb oder Blumenstrauss erhalten», sagt Ron Dideldum mit einer Portion Galgenhumor. Für die Zukunft habe er mit der Krebsliga, die seine Besuche im KSA finanzierte, bereits neue Pläne, dennoch blickt der Clown mit Wehmut auf über 3000 Krankenbesuche mit vielen Erinnerungen zurück.

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