Kanti Aarau
«Die Klasse wird mir fehlen und es wird nie mehr so sein wie in der Schule»: So geht es den Maturanden nach der Diplomfeier

Das sagen sechs Maturanden und Maturandinnen der Neuen Kantonsschule Aarau nach dem erhaltenen Diplom.

Cynthia Mira
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Glückliche Gesichter: Die erfolgreichen Absolventen der Neuen Kantonsschule Aarau erhielten ihr Diplom.

Glückliche Gesichter: Die erfolgreichen Absolventen der Neuen Kantonsschule Aarau erhielten ihr Diplom.

Cynthia Mira

«Ich bin mir sicher, in zwanzig Jahren versteht ihr den Neid, den ich gerade verspüre», sagte Zsolt Balkanyi-Guery, Rektor der Neuen Kantonsschule Aarau, an der Maturfeier. Er richtete die Worte an die Absolventen:

«Sie befinden sich in einem furchtbar spannenden Punkt im Leben.»

Die Welt stehe ihnen nun allen offen. «Ziehen Sie weiter, seien Sie spielende Menschen, die mit offenen Augen und Ohren durch die Welt gehen.» Und: «Stellen Sie weiterhin Fragen.»

Die Feier, die traditionell in der Stadtkirche Aarau stattfindet, wurde auf die Wiese vor der Schule verlegt. Wie bereits im letzten Jahr fand sie im kleinen Rahmen unter freiem Himmel statt. Einzig ein grosses Zelt schützte die Schülerinnen und Schüler, die sich auf der Bühne aufreihten.

Um coronakonform zu feiern, gab es für je zwei Klassen ein separates Fest. Anstelle eines Apéros wurden kleine Überraschungstüten verteilt. 104 Absolventen durften dieses Jahr ihr Di­plom entgegennehmen.

Die Feier wurde für jeweils für zwei Klassen durchgeführt. Anstatt in der Stadtkirche fand die Zeremonie auf der Wiese vor der Schule statt.

Die Feier wurde für jeweils für zwei Klassen durchgeführt. Anstatt in der Stadtkirche fand die Zeremonie auf der Wiese vor der Schule statt.

Cynthia Mira

Auf rotem Teppich verliessen die jungen und sichtbar glücklichen Menschen die Wiese. Zur Feier wurden sie vom Publikum mit Sugus beworfen, zumindest an der gestrigen Feier, die um 14 Uhr startete. Die beste Schülerin der gesamten Kantonsschule ist die 19-jährige Maturandin Iris Warthmann. Sie erreichte 24 der 24,5 möglichen Punkte und nimmt ihr Diplom mit voller 6er-Noten und zwei 5,5ern mit in die Zukunft.

Kipras Uzkuraitis (24) aus Lenzburg:

Cynthia Mira

«Ich habe bald die zweite Impfung und hoffe, danach ins Ausland reisen zu können. Schliesslich habe ich das verdient und vermisst. Im Herbst starte ich mit einem Politikstudium. Besonders freut mich, dass ich im Französisch doch noch eine 4,5 erreicht habe.»

Ramya Sivanantharajah (20) aus Seon:

Cynthia Mira

«Ich ziehe mit zwei Frauen aus meiner Klasse nach St. Gallen in eine WG. Mein Kleid hat meine Mutter genäht. Es ist ein traditionelles indisches Festkleid. Die Prüfungszeit war stressig und wir mussten auch während der vierstündigen Prüfungen eine Maske tragen.»

Pauline Kindler (20) aus Aarau:

Cynthia Mira

«Ich fühle mich erleichtert, verlasse das Gymnasium aber mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Die Klasse wird mir fehlen und es wird nie mehr so sein wie in der Schule. Ich beginne mein Jus-Studium im Herbst, weil ich schon 2017 ein Austauschjahr gemacht habe.»

Jana Lüscher (19) aus Küttigen:

Cynthia Mira

«Die Matura ist ein wichtiger Meilenstein für mich und nun freue ich mich auf das Sportstudium im Herbst. Ich war schon in Australien in einem Austauschjahr. Das Fest war eine schöne Alternative zur Feier in der Kirche. Natürlich musste auch ein schönes Kleid her.»

Sophie Rindlisbacher (19) aus Aarau:

Cynthia Mira

«Stolz macht mich der 6er-Schnitt im Englisch. Es ist ein spezielles Gefühl, das Diplom in den Händen zu halten. Nun gehe ich zuerst in die Ferien. Meine Schwester nahm ihr Diplom vor Corona in der Kirche entgegen, aber die Festvariante auf der Wiese war auch schön.»

Nico Julian Zobrist (19) aus Unterentfelden:

Cynthia Mira

«Ich leiste nun für ein Jahr Zivildienst in der Rehaklinik Barmelweid. Es ist eine sinnvolle Arbeit, weil ich so auch vielen Long-Covid-Patienten helfen kann. Das Gymnasium hat allgemein Spass gemacht, die Prüfungen waren anstrengend. Ich bin Stolz auf das Diplom.»

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