Staufen
Gibt es in Staufen bald ein weibliches Führungsduo?

Am Staufner Politapéro präsentierte der Gemeinderat eine «brillante Rechnung» und blickte in die Zukunft.

Markus Christen
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Katja Früh kandidiert in Staufen als Frau Gemeindeammann.

Katja Früh kandidiert in Staufen als Frau Gemeindeammann.

zvg

An diesem themenreichen Sonntagmorgen ging die Nachricht fast ein wenig unter. Per Ende Jahr gibt Otto Moser sein Amt als Gemeindeammann von Staufen ab. Als seine Nachfolgerin kandidieren wird im September Vizeammann Katja Früh.

Denise Berger.

Denise Berger.

Bild: cfr

Als ihre Nachfolgerin stellt sich Gemeinderätin Denise Berger zur Verfügung. Sollte das weibliche Führungsduo das Vertrauen der Bevölkerung erhalten, dürfte es im kommenden Jahr mit der Einweihung von Sporthalle und Schulhaus sowie der Durchführung des Jugendfestes gleich ein ereignisreiches Jahr mitgestalten.

Dass die beiden grossen Bauprojekte auf einem guten Weg sind, darüber berichtete am Politapéro Gemeinderat Gallus Zahno. Gegen das Baugesuch für die Sporthalle sind drei Einwendungen eingegangen. Doch Zahno hofft, dass die Baubewilligung schon in der nächsten Woche erteilt werden kann. Läuft ab nun alles plangemäss, können die Bauarbeiten für die neue Doppel-Sporthalle im Juni beginnen. Der Aushub für das multifunktionale Schulhaus ist für den August vorgesehen.

Unvorhergesehene hohe Steuereinnahmen

Etwas mehr als 70 Besucher durfte der Gemeinderat von Staufen gestern Sonntag in zwei Räumen der Schulanlage zum traditionellen Politapéro begrüssen und ihnen, in den Worten des Gemeindeammanns, auch eine «brillante Rechnung» präsentieren. Ganze 1,875 Millionen Franken Gewinn weist die Gemeinderechnung 2020 aus. Zu verdanken ist dieser in erster Linie unvorhergesehen hohen Einkommens- und Vermögenssteuern.

Otto Moser berichtete weiter über das Resultat der Zustandserfassung der Liegenschaftsentwässerung bei 680 Liegenschaften, welche die Gemeinde in den vergangenen drei Jahren durchführen liess. «Es sieht von himmeltraurig bis sehr gut aus», fasste der Gemeindeammann zusammen und kündigte an, dass den Liegenschaftsbesitzern eine Frist gesetzt wird, bis zu der sie die Entwässerung in Stand zu setzen haben. Gemeinderätin Denise Berger informierte derweil über die Schaffung der Bevölkerungsschutzregion Lenzburg Seetal, zu der sich Staufen mit 23 weiteren Gemeinden zusammenfinden wird.

Zwei Kredite für den Bau von Bushaltestellen

Ebenfalls bot der Politapéro eine Vorschau auf die Gemeindeversammlung vom 9. Juni. Dann wird die Bevölkerung über zwei Kredite für den Bau von zwei Bushaltestellen an der Hinterdorfstrasse sowie im Gebiet Zelgli/Galgenacher abstimmen. Ein weiterer Kredit über 790'000 Franken wird gebraucht für den Bau einer neuen Transformatorenstation am Rennweg. «Diese kann unterirdisch in einer zurzeit geplanten Überbauung installiert werden und wird die Energieversorgung im Gemeindezentrum für die nächsten rund 50 Jahre sicherstellen», so Gemeindeammann Moser.

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