Staufen
Traumhafter Abschluss: Gibt es nun doch keine Steuerfusserhöhung?

Zum wiederholten Male präsentiert die Gemeinde einen sehr guten Steuerabschluss der 20 Prozent über dem Budget liegt.

Anja Suter
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Der Steuerfuss liegt in Staufen seit 2019 bei 76 Prozent.

Der Steuerfuss liegt in Staufen seit 2019 bei 76 Prozent.

Chris Iseli / LZB

Auf das Jahr 2019 hin wurde der Steuerfuss in Staufen von 86 Prozent auf 76 Prozent gesenkt. In den vergangenen Monaten sprach Gemeindeammann Otto Moser jedoch von einer drohenden Steuerfusserhöhung im hohen einstelligen Bereich. Grund: die grossen Investitionen der Gemeinde wie der neue Kindergarten und die geplante Sporthalle.

Können diese Aussagen durch einen abermals traumhaften Steuerabschluss relativiert werden? Der Gesamtsteuerabschluss liegt gut 20 Prozent über dem Budget, wie die Gemeinde mitteilt. Über alle Steuern verzeichnet Staufen im Jahr 2020 mit einem Steuerfuss von 76 Prozent bei den ordentlichen Steuern Einnahmen von 10267574 Franken gegenüber einem Budget von 8505500 Franken. Dies entspricht Mehreinnahmen von 1762074 Franken.

Ein Einziger musste sehr viel nachzahlen

Bei den ordentlichen Steuern inklusive den Nachträgen wurden 7800000 budgetiert. Tatsächlich wurden jedoch 9488637 Franken ausgewiesen. Die ordentlichen Steuern weisen Mehreinnahmen von 1688637 Franken auf. «Ein Grossteil davon beruht auf einer einzigen einmaligen grösseren Steueranpassung – aber auch viele weitere finanziell kräftige Steuerzahler haben zum guten Steuerresultat beigetragen», heisst es. Unter dem Budget von 500000 Franken schliessen die Aktiensteuern mit 227380 Franken.

Gemeinderat und Gemeindesteueramt seien erfreut, dass wiederum ein sehr guter Veranlagungsstand erreicht werden konnte. Per April wurde das Pensum auf dem Gemeindesteueramt um 50 auf 230 Stellenprozent erhöht. Dies aufgrund der enormen Zugänge an steuerpflichtigen Personen in den letzten Jahren. Im Jahr 2020 verzeichnet die Gemeinde nun 138 zusätzliche Steuerzahler. Eine langsame Stagnation der grossen Zunahme der vergangenen Jahre wird nun ab dem Jahr 2021 folgen.

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