Die Schule Hendschiken warnt Eltern: Ein Mann soll im Bereich des Schulhauses und des Volgs Kinder angesprochen haben. In zwei Briefen teilt die Schulleitung mit, dass die Vorfälle Mittwochabend und am Donnerstagnachmittag geschehen sein sollen. Die Schule habe die Polizei involviert.

Auf die Briefe und Vorfälle angesprochen, verweist die Schule Hendschiken an die Kantonspolizei.

Diesen Brief schrieb die Schulleitung an die Eltern.

Diesen Brief schrieb die Schulleitung an die Eltern.

Roland Pfister, Mediensprecher der Kantonspolizei Aargau, bestätigt einen Vorfall: Die Schule habe am Donnerstag angerufen, dass sich um etwa 12.15 Uhr eine unbekannte Person in einem weissen Kleinwagen in der Umgebung von Schule und Volg aufgehalten habe und zwei Buben im Alter von 9 und 11 Jahre angesprochen habe.

Weitere Fälle sind laut Pfister nicht aktenkundig, obwohl es schon Ende Oktober Vorkommnisse gegeben haben soll.

Die Schule schreibt in einem Brief vom Donnerstag, dass am Abend zuvor auch ein Mädchen von einem Mann in einem weissen Auto dazu aufgefordert worden sei, einzusteigen. Der Mann sei "böse" geworden, als sie ihm das verweigert habe. Beim Auto könne es sich um einen Smart handeln.

Die Polizei habe die Kinder befragt und prüfe die Sachlage, so Pfister. Auch Patrouillen seien vorgesehen.

Sowohl die Schule, als auch die Polizei warnen vor Panikmache. Trotzdem sei Vorsicht geboten. Die Schule hat mit den Kindern den Vorfall besprochen und das richtige Verhalten geübt, heisst es im Brief an die Eltern.

Die Briefe der Schulleitung wurden auf Facebook veröffentlicht.

Die Briefe der Schulleitung wurden auf Facebook veröffentlicht.

Pfister rät ebenfalls zu einem Gespräch zwischen Eltern und Kind. Zum Verhalten sagt Pfister: Die Schülerinnen und Schüler sollten in Gruppen den Heimweg antreten und weglaufen, wenn sie angesprochen würden.

Vorsicht ist laut Pfister wichtig. Die Polizei erhalte 60 bis 80 solcher Meldungen im Jahr. Immer wieder stelle sie dann bei Befragungen mit Kindern aber widersprüchliche Sachverhalte oder erfundene Geschichten fest. Man dürfe im Falle Hendschiken jetzt nicht jeden Mann und jedes weisse Auto einem Generalverdacht aussetzen – müsse aber dennoch wachsam sein. Dass es wie im Fall Hendschiken zu einer Häufung der Fälle komme, sei ebenfalls selten.