Seon
Ruhe, Ausgleich, Kunst: Kung-Fu ist noch viel mehr als nur Kampfsport

Salvi Ferrara eröffnet seine eigene Shaolin-Kung- Fu-Schule. Ferrara war schon mehrmals in China, um am Ursprungsort des Shaolin-Kung-Fu – dem Shaolin Tempel – zu trainieren.

Fabio Baranzini
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Salvi Ferrara eröffnet in Seon eine Kung-Fu-Schule.

Salvi Ferrara eröffnet in Seon eine Kung-Fu-Schule.

Fabio Baranzini

Vor ziemlich genau zehn Jahren ist Salvi Ferrara zum ersten Mal mit dem Shaolin-Kung-Fu in Kontakt gekommen. Eine Begegnung, die sein Leben verändert und nachhaltig geprägt hat. In der Vorbereitung für eine Weiterbildung, die der Fitness- und Sporttrainer leiten musste, besuchte er damals den Shaolin-Chan-Tempel in Obernau, in der Nähe von Luzern. Gleich beim ersten Besuch war Ferrara fasziniert von der traditionellen chinesischen Kampfkunst.

Für den 44-Jährigen ist Shaolin- Kung-Fu über die Jahre weit mehr als nur ein Sport geworden. Vielmehr ist es für Ferrara, der bereits fünf Kung-Fu-Weltmeistertitel sammeln konnte, eine Lebensphilosophie. «Natürlich ist Kung-Fu in erster Linie ein körperliches Training, aber ich habe mich über die Jahre zu einer ruhigeren Person entwickelt und habe einen gelasseneren Blick auf gewisse Dinge in meinem Leben», beschreibt Salvi Ferrara, der sich auch intensiv mit der Tradition und den kulturellen Aspekten des Shaolin-Kung-Fu auseinandergesetzt hat. Schon mehrmals war er in China, um am Ursprungsort des Shaolin-Kung-Fu – dem Shaolin Tempel – zu trainieren.

Angebot ausbauen

Schon seit einigen Jahren liebäugelt Salvi Ferrara damit, dereinst seine eigene Kung-Fu-Schule zu eröffnen. In diesem Jahr hat er seinen Wunsch mit der Unterstützung seines Grossmeisters in China und seines Meisters Roger Stutz von der Shaolin-Kung-Fu-Schule in Obernau in die Tat umgesetzt. Eine ehemalige Lagerhalle direkt hinter dem Bahnhof Seon hat er zum Standort seines «Shaolin Chan Tempel Institut» erkoren. Zwei traditionellen rote Lampions und zwei Löwenfiguren verzieren den ansonsten unscheinbaren Eingang. Hinter der grau gestrichenen Holztür befindet sich ein grosser Trainingsraum mit einem buddhistischen Altar.

Dies ist das Kernstück der Kung- Fu-Schule von Salvi Ferrara. Hier wird er künftig seine Schüler unterrichten. In der Anfangsphase wird er drei Gruppenkurse anbieten: Shaolin-Kung-Fu für Kinder und Erwachsene, sowie Qi-Gong für Erwachsene. Doch dies soll erst der Anfang sein. «Ich möchte das Angebot gerne ausbauen. Später sollen auch Seminare und Workshops stattfinden. Zudem wird es auch regelmässig buddhistische Zeremonien geben», so Ferrara, dem es ein grosses Anliegen ist, in seiner Schule mehr als nur die Kampfkunst des Kung-Fu zu vermitteln. «Diejenigen, die sich auch mit der Tradition und der Kultur des Shaolin-Kung-Fu und des Buddhismus auseinandersetzen wollen, sollen dies in meiner Schule tun können.»

Eröffnung: 21. Oktober, 10 bis 14 Uhr, Oberdorfstrasse 8 in Seon. Es werden eine Kung-Fu-Darbietung und ein traditioneller Löwentanz präsentiert. Interessierte können an einem Schnuppertraining teilnehmen. www.shaolin-aargau.ch

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