Lenzburg
Mit Selfie-Stick und Smartphone zum Handshake

Die Swiss Legends gewinnen das Spiel anlässlich der 100-Jahr-Jubiläumsfeier des FC Lenzburg gegen die zweite Mannschaft des Vereins mit 3:1.

Fabio Baranzini
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Kopie von Die Swiss Legends gewinnen das Spiel anlässlich der 100-Jahr-Jubiläumsfeier des FC Lenzburg gegen die zweite Mannschaft des Vereins mit 3:1.
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Die Zuschauer auf der Tribüne in der Wilmatten.
Gilbert Gress war ein begehrt bei den Autogrammjägern.
Ein Selfie mit Andy Egli nach dem Spiel.
Gilbert Gress coacht die Swiss Legends.
Roger Wehrli (rot) im Zweikampf.
Illustre Namen auf der Ersatzbank der Swiss Legends.
Der ehemalige Natispieler Mario Cantaluppi wird hart bedrängt.
Gefährlicher Abschlussversuch von Marc Hottiger.
Flanke des FC Lenzburg.
Spielerpräsentation der Swiss Legends und des FC Lenzburg auf der Wilmatten.
Der Aargauer Roger Wehrli spielte bei den Swiss Legends in der Verteidigung.
Filippo Conti läuft mit dem Selfiestick ein.
Filippo Conti beim Handshake mit dem Selfiestick.
Andy Egli wird begrüsst.
Marc Hottiger und Stéphane Chapuisat beim Einlaufen.

Kopie von Die Swiss Legends gewinnen das Spiel anlässlich der 100-Jahr-Jubiläumsfeier des FC Lenzburg gegen die zweite Mannschaft des Vereins mit 3:1.

Fabio Barranzini

Es ist eine geballte Ladung Fussballprominenz, die sich an diesem Nachmittag auf der Wilmatten versammelt hat. Über 700 Länderspieleinsätze vereint die Auswahl der «Swiss Legends», die von Kulttrainer Gilbert Gress gecoacht wird. Mit dabei sind illustre Namen wie Georges Bregy, Milaim Rama oder der Aargauer Roger Wehrli. Auf zwei Akteure freuen sich die Lenzburger Co-Präsidenten Mike Barth und Ueli Bruder vor dem Spiel besonders. «Ganz klar Stéphane Chapuisat», sagt Bruder. «Für mich als GC-Fan ist Andy Egli immer noch ein ganz grosser Name», so Barth, der sich daran erinnert, dass er als Kind mit dem Zug extra nach Zürich gereist war, um ein Autogramm von Egli zu ergattern.

Rund 45 Minuten bevor das Spiel beginnt, wärmen sich die Spieler der zweiten Lenzburger Equipe bereits fleissig auf. Sie haben die Ehre, sich im Rahmen der 100-Jahr-Feierlichkeiten des Vereins mit den Swiss Legends zu messen. Von den Stars ist aber weit und breit noch nichts zu sehen.

Erst fünfzehn Minuten vor Spielbeginn kommen die ersten aus der Garderobe. Mario Cantaluppi wirft einen Blick aufs Spielfeld und scherzt mit Teamkollege Urs Bamert: «Die wärmen sich schon seit einer Stunde auf. Wenn wir den Anpfiff noch etwas nach hinten schieben, sind sie vielleicht schon müde.»

Sehenswerter Führungstreffer

Mit dem Aufwärmen nehmen es die früheren Natistars nicht mehr so ernst. Ein bisschen joggen, die Arme kreisen, ein paar Pässe und dann geht es zur Spielerpräsentation. Dass es für die Lenzburger ein besonders Spiel ist, beweist die Tatsache, dass FCL-Spieler Filippo Conti beim Einlaufen und beim Handshake mit den Legenden sein Smartphone mit Selfie-Stick dabei hat, um den speziellen Moment festzuhalten.

Das kurze Aufwärmen rächt sich für die Swiss Legends. Mit einem spektakulären, direkt verwandelten Hackenschuss bringt Gjulam Massi die Lenzburger in Führung. Danach beweisen die Altstars aber, dass sie trotz einigen Jahren mehr auf dem Buckel immer noch viel Gefühl in den Füssen haben. Milaim Rama und Stéphane Chapuisat wirbeln die Lenzburger Hintermannschaft gehörig durcheinander und erhalten von den gut 500 Zuschauern immer wieder Szenenapplaus. Auch Torhüter Stefan Huber agiert stilsicher und zeigt einige schöne Paraden. Am Ende gewinnen die Legenden – deren Auftritte vom Schweizer Fussballverband subventioniert werden und der FC Lenzburg daher gemäss Ueli Bruder als Antrittsgage lediglich ein «feines Essen» bereitstellen musste – nach einer animierten ersten und einer eher gemütlichen zweiten Halbzeit mit 3:1.

Eine spezielle Partie war es nicht nur für die Lenzburger, sondern auch für Altstar Roger Wehrli: «Als Aargauer mit den Swiss Legends für einmal im Aargau zu spielen, ist natürlich speziell. Deshalb durfte ich auch als Captain auflaufen.»

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