Lenzburg
«Mit dem Park haben wir uns einen Traum erfüllt»

Die Freizeitanlage Hammerpark wird am 6. April eingeweiht und kommt bei den Trendsportlern sehr gut an. Der einzige kleine Wermutstropfen: Die Kosten sind doppelt so hoch wie geplant.

Fritz Thut
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Boulder-Demo im «Hammerpark».

Boulder-Demo im «Hammerpark».

Fritz Thut

Das Wetter wäre eigentlich für Snowboarding prädestinierter gewesen. Doch bei der gestrigen Medienkonferenz 11 Tage vor der offiziellen Einweihung der Freizeitanlage Hammerpark unter der Autobahnbrücke zwischen Lenzburg und Niederlenz liessen es sich die Trendsportler nicht nehmen, die Infrastruktur einem Test zu unterziehen.

Einweihung ist am 6. April

Der «Hammerpark» wird am Samstag, 6. April 2013, offiziell eröffnet. Am Morgen findet eine Einweihungsfeier mit Landammann Alex Hürzeler, Vorsteher des Departementes Bildung, Kultur und Sport, statt. Am Nachmittag wird von 13.30 bis 20.30 Uhr ein Tag der offenen Tür für die Bevölkerung durchgeführt. Die Besucher können dabei Vorführungen auf der Skate- und der Bike-Anlage sowie Kletterdemonstrationen an den Boulder-Steinen mitverfolgen. Am späten Nachmittag werden verschiedene spektakuläre Wettkämpfe ausgetragen. Und am Abend steigt im «Neuwerk»-Club in der Nähe eine grosse «Afterparty» mit Livemusik. (az)

Und dieser fiel trotz misslichem Wetter rundum positiv aus. Die Biker und Boulderer profitierten dabei zum Teil davon, dass die A1-Brücke ein wenig Schutz bietet. Die Skating-Anlage ist dagegen der Witterung ausgesetzt und darf auch später bei Nässe nicht befahren werden.

Die von einem Bistro ergänzte Skating-, Bouldering- und Biking-Anlage ist das Ergebnis einer in der Region bislang beispiellosen Zusammenarbeit verschiedener Institutionen. In der «mit hoher Dynamik wachsenden Stadt Lenzburg», so der Kommunikationsverantwortliche Peter Buri, haben verschiedene Organisationen ein «Bedürfnis nach nicht institutionalisierten Freizeit-Angeboten» ausgemacht.

In eineinhalb Jahren gedieh die zuerst auf Papier festgehaltene Idee einer Anlage für Trendsportarten zum realisierten Projekt. «Dies geht nicht ohne Träger, Partner und weitere Sponsoren», blickte Projektleiter Kurt Frischknecht auf eine intensive Phase zurück, zu der neben planerischen und juristischen Aufgaben auch die Geldbeschaffung gehörte.

Dass die Kosten von den ursprünglich geschätzten 300’000 bis 400’000 Franken auf das Doppelte angestiegen sind, gehört offensichtlich zur Natur der Sache. Man habe «eine breite Unterstützung gespürt» und kam auch hier ans Ziel.

Zu den Trägersponsoren Rotary-Club Lenzburg, Mammut Sports Group und Hypothekarbank Lenzburg gesellten sich alsbald die Gemeinden Lenzburg und Niederlenz, die kostenlos das Land zur Verfügung stellten und Sachleistungen beisteuerten. «Wir haben da offene Türen eingerannt», so Buri.

Bei der Gestaltung der Anlage wurden die künftigen Benutzer intensiv mit einbezogen. Bei Workshops konnten die Jugendlichen ihre Wünsche einbringen und nun kurz vor Vollendung konnten die engagierten Trendsportler zufrieden Bilanz ziehen: «Mit diesem Park haben wir uns einen Traum erfüllt», hielt beispielsweise Biker Peter Bossert fest.

Dank der Brücke sei ein ganzjähriger Betrieb möglich und die verschiedenen «Lanes» fordern alle Leistungsstufen, vom Bike-Novizen «bis hin zum internationalen Profi-Level».

Ähnlich euphorisch äusserte sich Tobias Roth für die Skater («Positiv ist die Qualität mit den einbetonierten Metallkanten.») und Benedikt Kauffungen für die Kletterer («Dies sind die ersten Boulder-Blöcke im Freien und trotzdem regensicher.»).

«Die Anlage ist eigentlich bei Tageslicht immer offen.» So fasste Lenzburgs Vizeammann Franziska Möhl als Präsidentin des Trägervereins das Betriebskonzept zusammen. Angeschlagene Benutzerreglemente legen die «Spielregeln» fest; die Pächter des Bistros sind in die Parkaufsicht eingebunden.

Als Passivmitglied kann man seine Verbundenheit zum «Hammerpark» manifestieren und bei der weiteren Entwicklung auch mitreden.

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