Zentralisierung
Meisterschwanden und Sarmenstorf verlieren Sek und Real

Die vier Gemeinden des Verbands Oberstufenschule Oberes Seetal haben entschieden: Ihre Oberstufe wird in Fahrwangen zusammengelegt. In drei Jahren soll das Schulhaus bereit sein.

Urs Helbling
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Die Bezirksschule Fahrwangen wird nach einer Sanierung zum Oberstufenschulhaus.

Die Bezirksschule Fahrwangen wird nach einer Sanierung zum Oberstufenschulhaus.

Toni Widmer

Nach jahrelanger intensiver Diskussion hat der Regierungsrat im Herbst 2017 entschieden: Die Bezirksschule Fahrwangen wird spätestens im Sommer 2022 geschlossen. Im Seetal hat es künftig nur noch in Seon und in Seengen je eine «Bez». Noch unklar war vor zweieinhalb Jahren, wie die Gebäude der Bezirksschule Fahrwangen künftig genutzt werden sollen. Jetzt ist der Entscheid gefallen, wie einer Mitteilung der Gemeinde Meisterschwanden entnommen werden kann.

Meisterschwanden hat zusammen mit den Gemeinden Bettwil, Fahrwangen und Sarmenstorf im Jahr 2005 den Gemeindeverband Oberstufenschule Oberes Seetal (KSOS) gegründet. Er betreibt aktuell neben der Bezirksschule in Fahrwangen in den Gemeinden Meisterschwanden und Sarmenstorf je eine Sekundar- und eine Realschule. Diese werden in Meisterschwanden von 93 Schülern (3 Sek- und 2 Realklassen) und in Sarmenstorf von 56 Schülern (2 Sek- und 2 Realklassen) besucht.

150 Sek- und Realschüler wechseln im Jahr 2023

Wie der Gemeinderat Meisterschwanden jetzt mitteilt, haben sich die vier Verbandsgemeinden geeinigt, die Sek- und Real-Stufe in Fahrwangen zu konzentrieren. Die rund 150 Schüler sollen im dannzumal ehemaligen Bezirksschulhaus unterrichtet werden. Dieses wird nach dem Auszug der «Bez» saniert und soll 2023 für die neue Oberstufe bereit sein.

Fahrwangen befindet im Herzen der Kreisschule Oberes Seetal, ist also für die neue Oberstufen-Schule optimal gelegen. Der Verzicht auf eine eigene Sek/Real zwingt die zwei Gemeinden Meisterschwanden und Sarmenstorf, sich Gedanken über die 2023 frei werdenden Räume zu machen. Meisterschwanden ist dabei, wie die Mitteilung zeigt, bereits relativ weit. «Der frei werdende Schulraum am Standort Eggen soll für die zukünftige Entwicklung der Primarschule und der Integration des Kindergartenstandortes Hinterdorf genutzt werden», heisst es. «Auch den Vereinen soll am Standort Eggen eine optimale Umgebung ermöglicht werden.» Der Gemeinderat will gemäss seiner Gebäudestrategie die Vereinsaktivitäten auf dem Areal der Schulanlage Eggen konzentrieren.

Der nächsten Gemeindeversammlung wird ein Planungskredit für die anstehende Entwicklung und notwendige Sanierung der Schulanlage Eggen beantragt.

Boniswiler müssen zwei Jahre früher nach Seon

Die Gemeinde Boniswil hat nichts unversucht gelassen, dass ihre Bezirksschüler weiterhin ins Nachbardorf Seengen dürfen. Ohne Erfolg – im Gegenteil. Wegen der Entwicklung der Schülerzahlen wird der unbeliebte Wechsel nach Seon jetzt vom August 2022 auf den August 2000 vorgezogen. «Dieser Entscheid ist definitiv und nicht rekursfähig», schreibt der Gemeinderat Boniswil.