Lenzburg-Seetal
Zum Jubiläum gibt es 25 neue Projekte für die Natur

Die Stiftung Kultur Landschaft-Seetal feiert ihr 20-jähriges Bestehen. Sie sind nun auf der Suche nach Personen, die Projekte verwirklichen möchten.

Anja Suter
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Victor Condrau beim Wildobst-Arboretum in Dürrenäsch.

Victor Condrau beim Wildobst-Arboretum in Dürrenäsch.

Chris Iseli / LZB

Naturhecken, Aufwertung von Tümpeln und Blumenwiesen oder andere Biodiversitätsprojekte: Seit rund 20 Jahren setzt sich die Stiftung Kultur Landschaft-Seetal (Klas) für die Natur ein. «Wir sind vor allem im Perimeter Lenzburg-Seetal tätig», erklärt Projektleiter und Landschaftsarchitekt Victor Condrau.

Ein grosses Projekt der Stiftung befindet sich in Dürrenäsch und Hallwil. Dort wurde eine wissenschaftlich fundierte Wildobstsammlung angelegt. Das heisst: Wildobstsorten wie Schneeball, Sanddorn oder Kornelkirschen, die in der Schweiz nur noch selten anzutreffen sind, wurden im Schaugarten angepflanzt. «Total wurden über 1000 Pflanzen und 400 Sorten gesetzt», sagt Victor Condrau. Ziel der Aktion ist es unter anderem, die vielen verschiedenen Sorten wieder zurück in heimische Gärten zu bringen, «dort gehören sie hin, anders als exotische Pflanzen», erklärt der Landschaftsarchitekt.

Ein Projekt anmelden kann jede

Das Projekt ist jedoch nicht das einzige. «Wir hatten auch schon viele Projekte mit Schulklassen oder Studenten», sagt Condrau. «Ausserdem haben wir unter anderem auch mit Bauern ganze Obstgärten angelegt.» Das höchste Ziel dabei sei immer, dass man die Menschen bei der Planung und der Umsetzung der Projekte einbeziehen könne. Ihr 20-Jahr-Jubiläum will die Stiftung nun mit weiteren Projekten feiern. Doch dafür lässt man sich Zeit. «2025 möchten wir 25 Projekte vorstellen, die umgesetzt werden», sagt der Projektleiter. Denkbar wären dabei Projekte wie die Renaturierung von Fliessgewässern, Neuanlagen und Erweiterungen von Hecken, Blumenwiesen oder Feuchtgebieten. Oder auch das Erstellen von Trittsteinbiotopen und Kleinstrukturen.

Projektideen anmelden kann jeder: «Es spielt keine Rollen, ob das Gemeinden, Privatpersonen, Schulklassen oder Firmen sind», sagt Condrau. Umgesetzt werden können die Projekte sowohl auf Privatgelände als auch im öffentlichen Raum. Die genehmigten Projekte werden zu 60 bis 80 Prozent von der Stiftung Klas und ihren Partnern finanziert. Unterstützt wird die Stiftung unter anderem vom Kanton Aargau, dem Fonds Landschaft Schweiz und den Hochstamm Freunden. Das Anmeldeformular kann auf www.klas-seetal.ch abgerufen werden.

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