Boniswil
Entgegen aller Spekulationen: Das Restaurant La Deliziosa geht bald wieder auf

Giuliano Caranci macht den Gerüchten rund um das italienische Spezialitätenrestaurant in Boniswil ein Ende. Das Sanierungsprojekt hat offenbar grössere Ausmasse angenommen als ursprünglich vorgesehen

Ruth Steiner
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Wirt Giuliano Caranci räumt mit den Spekulationen über das «La Deliziosa» auf.

Wirt Giuliano Caranci räumt mit den Spekulationen über das «La Deliziosa» auf.

Chris Iseli

Im Frühling schloss das «La Deliziosa» in Boniswil seine Türen für einen geplanten «Erfrischung-Umbau» von Hotelzimmern und Restaurant. Die Wiedereröffnung war ursprünglich auf Juli vorgesehen. Doch wurde diese mehrere Male hinausgeschoben. Das sorgte in der Öffentlichkeit und bei den Stammgästen für Verunsicherung.

Auf Anfrage der AZ räumt Wirt Giuliano Caranci auf mit den Spekulationen über das «La Deliziosa». «Die Gaststube im ‹La Deliziosa› geht in naher Zukunft wieder auf», verspricht er. Ebenso stehe fest, dass der Fokus auch weiterhin vornehmlich auf hochwertige und innovative italienische Küche gelegt werde. «Wir bleiben unseren Wurzeln treu, nutzen aber die Umbauphase um das Konzept etwas zu überarbeiten und aufzufrischen», erklärt Caranci.

Der studierte Betriebsökonom ist auf Umwegen in die Gastronomie gekommen. Bevor er 2003 das «La Deliziosa» übernahm, leitete er die Event-Unit einer Grossbank in Zürich. In Zusammenarbeit mit renommierten Köchen und Caterern sei das Feuer für die Gastronomie in dieser Zeit entfacht worden, erzählt er.

Sanierung aufwendiger als ursprünglich angenommen

Dass er seinen ersten Betrieb im Seetal eröffnete, kommt ebenfalls nicht von ungefähr. Der 44-Jährige ist in Birrwil aufgewachsen. Beide Eltern arbeiteten im Dorf in der einstigen Weberei Schwaderhof. «Das ‹La Deliziosa› ist mein Baby und hier im Seetal ist mein Zuhause», sagt Caranci und schmunzelt.

Weniger erfreulich: Das Sanierungsprojekt in Boniswil hat offenbar grössere Ausmasse angenommen als ursprünglich vorgesehen. Einen Altbau zu renoviert könne zum Abenteuer erster Güte werden, sagt Caranci dazu. «Alte Häuser umbauen kommt einer Wundertüte gleich.» Die Arbeiten hätten sich vor allem in den Hotelzimmern anspruchsvoller gestaltet als angenommen.

Derzeit wird das Restaurant einer Auffrischung unterzogen. Aufgrund der Erfahrungen der vergangenen Monate will Giuliano Caranci deshalb kein konkretes Eröffnungsdatum nennen. Auf der Website ist die Rede von einem Zeithorizont von Mitte November. Jedoch zeigt sich Caranci als Bauherr anspruchsvoll. «Am Ende muss die Qualität stimmen. Deshalb nehmen wir uns für die Sanierungen die Zeit, die notwendig ist.»

Übrige Geschäftszweige laufen weiter

Vor über 15 Jahren ist Giuliano Caranci als Wirt mit dem «La Deliziosa» gestartet. Mittlerweile hat er sich zum Gastronomie-Unternehmer gemausert. In den vergangenen Jahren sind weitere Betriebe hinzugekommen: das Restaurant Bahnhof ebenfalls in Boniswil, der Gasthof Kreuz in Suhr und das Restaurant Oberstadt in Lenzburg.

«Auch diese Betriebe werden sorgfältig saniert und mit eigenständigen Konzepten neu lanciert», erklärt Caranci. Was deren Wiedereröffnung anbelangt, so will man sich, genauso wie beim «La Deliziosa», auch bei diesen Gaststätten keinem öffentlichen Druck beugen.

Die Rechnung scheint für Giuliano Caranci trotzdem aufzugehen. «Zwar sind die Gaststuben derzeit geschlossen, doch unsere übrigen Geschäftszweige laufen unvermindert weiter.» Von Boniswil aus wird ein Catering und Eventservice betrieben, in Suhr werden Hotelzimmer vermietet und Bankette veranstaltet.

Die Aargauer Gault-Millau-Restaurants 2020:

Rosmarin, Lenzburg «Philipp Audolensky hat mit seiner Liebe zum Detail und mit seinen lustvollen Gerichten begeistert», schreibt der Gault Millau. Sein Restaurant Rosmarin (im Hintergrund) hat 15 Punkte.
26 Bilder
Schlossgarten, Schöftland Der Schlossgarten gehört weit über die Dorfgrenzen hinweg zu den bevorzugten Adressen. Auch der Schlossgarten kann 15 Gault-Millau-Punkte vorweisen.
Wirtshaus zur Heimat, Ehrendingen Tim Munz und seine Partnerin Melina Rychener haben das Wirtshaus im Frühling 2016 übernommen. Munz hat als Küchenchef 2018 um einen Punkt zugelegt und ist neu bei 14 Punkten.
Tim Munz vom Wirthaus zur Heimat hat 14 Punkte "Heimat"-Wirt Tim Munz und sein Team: "Jeder Gast wird bei uns so behandelt, wie ein potenzieller Gault-Millau-Tester."
Restaurant Fahr, Künten-Sulz Die jungen Wirte Alexandra von Allmen und Manuel Steigmeier sind mit 15 Punkten ausgezeichnet worden.
Alexandra von Allmen und Manuel Steigmeier in der Gaststube.
Pfändler's Gasthof zum Bären, Birmenstorf Die Wirte haben 2018 von Gault Millau 14 Punkte erhalten - wie im Vorjahr.
Bären, Mägenwil Die Wirte haben 2018 von Gault Millau 14 Punkte erhalten - wie im Vorjahr.
Silvio's Ampère, Rupperswil Das Ampère erhielt wie im Vorjahr 14 Punkte.
Bänziger, Seon Das Restaurant erhielt wie auch schon im Vorjahr 14 Punkte.
 Martin Bänziger führt das Gourmet-Restaurant.
Zum Hirschen, Villigen Der Gastro-Kritiker verlieht dem Restaurant in Villigen 15 Punkte.
Nadja Schuler und Stephane Wirth haben den Landgasthof zum Hirschen in Villigen im Februar 2013 übernommen.
Landgasthof Ochsen, Wölflinswil Auch er erhielt wie im Vorjahr 13 Punkte.
Kettenbrücke, Aarau Ende März 2016 öffnete das Aarauer Vierstern-Stadthotel Kettenbrücke seine Tore im neuen Glanz. Nun hat es erneut 13 Punkte erhalten und gehört neu zu den Aargauer Gault-Millau-Restaurants.
Die Küche unter der Leitung von Jörg Krölls überzeugte die Tester mit Wiener-Schnitzel und Kartoffel-Gurken-Salat.
Barracuda, Lenzburg Die Brasserie wurde im Juni 2017 eröffnet. Auch sie befindet sich neu im Gault Millau – mit 13 Punkten.
Hotel Bären, Bärenstübli, Suhr Das Restaurant erhielt wie im Vorjahr 13 Punkte von Gault Millau.
Das Ziel von Chefkoch Stephan Pletschacher ist es, den 14. Punkt zurückzuerobern.
Mürset, Aarau Das Restaurant erhielt wie im Vorjahr 13 Punkte von Gault Millau.
Pinte, Dättwil Das Restaurant erhielt wie im Vorjahr 13 Punkte von Gault Millau.
Patrick Troxler, Küchenchef und Inhaber der Restaurant Pinte Dättwil AG, vor der Dättwiler Traditionsbeiz.
Zur Mühle, Oberentfelden Das Restaurant erhielt wie im Vorjahr 13 Zähler.
Beluga, Aarau Küchenchef Robin Dürlewanger. Das Restaurant erhielt 13-Gault-Millau-Punkte, einen weniger als im Vorjahr.
Seerose, Cocon, Meisterschwanden Das Restaurant erhielt 13 Punkte von Gault Millau, einen mehr als im Vorjahr.
Federal, Zofingen Aufgetischt wird im Restaurant Federal in Zofingen von Aline & Rudolf Zünd. Sie erhielten 14 Punkte.

Rosmarin, Lenzburg «Philipp Audolensky hat mit seiner Liebe zum Detail und mit seinen lustvollen Gerichten begeistert», schreibt der Gault Millau. Sein Restaurant Rosmarin (im Hintergrund) hat 15 Punkte.

ho