Dintikon
Büromaterial-Lieferant Lyreco plant eine der grössten Aargauer Fotovoltaikanlagen

Der in Europa führende Anbieter von Büroausstattung plant in Dintikon einen Ausbau. Sein Logistikzentrum soll eine grosse Fotovoltaikanlage aufs Dach bekommen und damit deutlich mehr als seinen eigenen Stromverbrauch abdecken.

Florian Wicki
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Im Frühling 2022 lässt der Büromateriallieferant Lyreco eine neue Fotovoltaikanlage auf das Dach seines Logistikzentrums bauen.

Im Frühling 2022 lässt der Büromateriallieferant Lyreco eine neue Fotovoltaikanlage auf das Dach seines Logistikzentrums bauen.

zvg

Eine grosse Ansage: Der Büromateriallieferant Lyreco will in allen Phasen seiner Wertschöpfungskette auf Nachhaltigkeit setzen.

Im Rahmen der Umsetzung dieses Claims stattet das Unternehmen sein Logistikzentrum an der Dintiker Kehrstrasse mit einer Fotovoltaikanlage aus. Der Bau hat bereits im Herbst begonnen, im Frühling sollen die über 3000 Solarpanels mit einer Gesamtfläche von 5424 Quadratmetern installiert sein, schreibt Lyreco in einer Mitteilung. Das Zentrum laufe bereits seit rund zehn Jahren mit erneuerbar produziertem Strom, daher sei die selbstständige Produktion nur ein weiterer logischer Schritt.

Für den Bau zuständig ist das Westschweizer Energieversorgungsunternehmen Romande Energie. Die verbaut laut eigenen Angaben in Dintikon die neuste Generation von Solarpanels, die auf äussere Einflüsse wie zum Beispiel Verschattung sehr viel weniger anfällig sind als frühere Modelle.

Gerade die Eigenverschattung kann bei flachen Dächern ein Problem sein: Wenn die Solarpanels mit Ständern aufgerichtet werden, kann es vorkommen, dass entweder die Module selber oder aber auch Schrauben oder Klemmen einen Schatten auf andere Module werfen, was die Leistung vermindert.

Die Anlage soll rund 1,1 Gigawattstunden pro Jahr produzieren.

Die Anlage soll rund 1,1 Gigawattstunden pro Jahr produzieren.

Screenshot Lyreco

60 Prozent des Stroms fliesst ins Netz zurück

Gerade die Leistung soll inzwischen aber sowieso besser sein: «Die Technologie im Solarmarkt blieb in den letzten Jahren zwar relativ stabil, aber die Leistung der Zellmodule verbesserte sich seit 2016 von 15 auf 20 Prozent», erklärt Lorène Plassiard, die für die Anlage zuständige Projektleiterin bei Romande Energie SA in der Mitteilung.

Die Anlage soll im Jahr rund 1,1 Gigawattstunden Strom erzeugen, was 1,1 Millionen Kilowattstunden (kWh) entspricht. Zum Vergleich: Die Anlage auf der Mälzerei in Möriken-Wildegg produziert rund 150'000 kWh im Jahr, jene auf den Aarauer Weinkellereien etwa 301'000 kWh.

Damit lassen sich je nach Grösse und Berechnung zwischen 285 und 450 Haushalte versorgen. Das Lyreco Logistikzentrum wird rund 40 Prozent der Stromproduktion für den Eigenbedarf nutzen, die restlichen 60 Prozent fliessen direkt in das Solarstromnetz von Romande Energie.

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