Lenzburg
Die Stadt Lenzburg hat im Fall Mühlematt-Schulhaus vor Gericht verloren

Verwaltungsgericht gab Beschwerde gegen Submissionsverfahren Recht - der Baustopp ist beendet. Schon bald wird beim Neubau des Schulhauses Mühlematt in Lenzburg wieder gearbeitet.

Fritz Thut
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Auf der still gelegten Baustelle des Mühlematt-Schulhauses wird schon bald wieder gearbeitet.

Auf der still gelegten Baustelle des Mühlematt-Schulhauses wird schon bald wieder gearbeitet.

Toni Widmer

Im Februar werden jedoch die im Einsatz stehenden Baumaschinen eine andere Firmenbezeichnung aufweisen: Das Verwaltungsgericht schützte die Beschwerde gegen eine Arbeitsvergabe im Rahmen des Submissionsverfahrens.

«Die Stadt hat verloren», formuliert es Stadtammann Hans Huber deutsch und deutlich. Im Rahmen des sehr komplexen Submissionsverfahrens sei dem zuständigen Bauleitungsbüro ein Fehler unterlaufen. Dies hatte zur Folge, dass sich ein nicht berücksichtigtes Baugeschäft wehrte und den Rechtsweg beschritt.

Baustopp wird nun aufgehoben

Wegen dem laufenden Gerichtsverfahren wurde ein Baustopp verfügt und die Arbeiten am Schulhaus im letzten Herbst eingestellt. Nach dem Vorliegen des Urteils suchte die Stadt Lenzburg mit den involvierten Baugeschäften das direkte Gespräch.

Bei dieser Aussprache mit den Firmeninhabern zeigte sich der von der Stadt beauftragte Baumeister sehr kulant und verzichtete – angesichts voller Auftragsbücher – darauf, die bereits aufgenommenen Arbeiten fortsetzen zu wollen. «Diesen Verzicht erachte ich als Akt von grosser Fairness», lobt Stadtammann Huber dieses Entgegenkommen.

Wichtig für die Stadt Lenzburg ist nun, dass die Arbeiten an der Schulanlage weitergehen. Anstelle von «Notter Wohlen» sieht man künftig den Schriftzug «Erne Laufenburg» an den Baumaschinen.

Kredit von 12,5 Mio. bewilligt

Für die erste Etappe des Neubaus des Mühlematt-Schulhauses bewilligte der Einwohnerrat am 2. Dezember 2010 einen Kredit von 12,5 Millionen Franken. Dieser Entscheid wurde vom Lenzburger Stimmvolk am 13. Februar 2011 an der Urne bestätigt.

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