Lenzburg
Die Kraft und Energie des Pferdes zu spüren, ist faszinierend

Am ersten Wochenende der Pferdesporttage suchten auf der Schützenmatte die Dressurreiter die Harmonie mit ihren Pferden.

Sibylle Haltiner
Drucken
Teilen
Catherine Jacot und GB Santiago überzeugten mit ihrem harmonischen Ritt die Richter.

Catherine Jacot und GB Santiago überzeugten mit ihrem harmonischen Ritt die Richter.

Dressur ist eine eher unspektakuläre Sparte des Reitsports. So bevölkerten am Wochenende vor allem Reiter, vor allem weibliche, und ihre Begleiter, die sich übrigens selbst TT, Turniertrottel, nennen, die Schützenmatte, wo der Reitverein Lenzburg den ersten Teil seiner Pferdesporttage durchführte.

Am kommenden Wochenende, wenn die Springreiter und ihre Pferde waghalsig farbige Hindernisse überwinden, wird das Festzelt auch von vielen nichtreitenden Zuschauern bevölkert sein.

Santiago mag keine Mücken

Dressur ist die Grundlage aller Reitsportdisziplinen und die Dressurreiter streben nach einer immer feineren Verständigung mit dem Pferd. Dies bestätigt auch Catherine Jacot. Die Niederrohrdorferin ist Mitglied des Reitvereins Lenzburg und erreichte mit ihrem Pferd GB Santiago am Sonntag in den beiden schwierigsten Prüfungen des Dressurwochenendes zuerst einen Sieg und anschliessend den vierten Platz. «Das Pferd hat wegen der Mücken einige Male den Kopf geschüttelt», berichtete die Reiterin. Dies kommt bei den Richtern nicht gut an und gibt Punktabzüge.

«Es ist schön, wenn man eine so grosse Harmonie mit dem Pferd erreicht, dass es auf feinste Hilfen reagiert, die von aussen überhaupt nicht sichtbar sind», erklärte Jacot die Faszination des Dressurreitens. «Die Kraft und Energie des Pferdes zu spüren und mit ihm ein Team zu bilden, ist ein gutes Gefühl.»

Kein Beinsalat im Galopp

Insgesamt acht Prüfungen in unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen wurden in Lenzburg ausgetragen. Catherine Jacot und GB Santiago mussten beispielsweise sogenannt fliegende Galoppwechsel zeigen, also das Wechseln der Schrittfolge mitten im Galoppsprung, oder Seitwärtsgänge.

In Wettbewerben für weniger fortgeschrittene Reiter oder junge Pferde ging es in erster Linie darum, die Grundgangarten Schritt, Trab und Galopp sauber zu präsentieren. Über eine gelungene Vorstellung freuten sich aber alle, egal auf welcher Stufe sie antraten.

Ranglisten auf www.rvl.ch oder www.ippica.ch.

Aktuelle Nachrichten