Lenzburg
Der Schwierigkeitsgrad auf der Freizeitanlage Hammerpark wird angepasst

Nach der ersten Betriebssaison sieht der Trägerverein «Hammerpark» in Lenzburg verschiedene Verbesserungen vor. Unter anderem muss eine Spur spektakulärer gestaltet werden.

Ruth Steiner
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Der Biker-Park wird teilweise umgebaut und die Übungsspur für Anfänger wird versetzt. Christoph Voellmy

Der Biker-Park wird teilweise umgebaut und die Übungsspur für Anfänger wird versetzt. Christoph Voellmy

Die heissen Sommer- und milden Herbsttage sind dem nasskalten Novemberwetter gewichen. Auf der Freizeitanlage Hammerpark ist weit und breit kein einziger Nutzer zu sehen.

Doch diese Momentaufnahme lässt offenbar keine Rückschlüsse auf die vergangenen sieben Monate zu, wie Franziska Möhl, Präsidentin des Trägervereins erklärt.

«Die erste Saison ist unseren Erwartungen entsprechend verlaufen», sagt Möhl.

Nach der Eröffnung am 6. April kamen viele Interessierte, um sich ein Bild von der neuen Freizeitanlage zu machen. In der Zwischenzeit hat sich dies auf die Anlagen-Benutzer und die Bistro-Besucher (siehe Kontext nebenan) reduziert.

Bistro: Mittwochs Latte Macchiato

«Das Bistro Hammerpark schreibt seit August schwarze Zahlen.» Die Betreiber Marta und Josip Majic sind zufrieden. Der Renner auf ihrer Speisekarte ist der «Hammerpark-Burger». Von Montag bis Freitag wird zudem ein täglich wechselndes Menü serviert. Mittlerweile sind Mitarbeitende aus den umliegenden Firmen zu regelmässigen Mittagsgästen geworden. Weil die Besucher des benachbarten Kraftreaktors sich auch spätabends im Bistro verpflegen, haben Majics die Öffnungszeiten flexibel gestaltet. An den schulfreien Nachmittagen steigt der Kaffeekonsum. «Mütter, die mit ihren Kindern in den ‹Hammerpark› kommen, trinken gerne einen Latte Macchiato», lacht Marta Majic.
Laut Vertrag sind Majics erste Anlaufstelle für Notfälle auf der Freizeitanlage. Bis auf ein paar Prellungen und Verstauchungen ist bisher glücklicherweise nichts passiert. «Anfänglich wurden wir gar als Kinderhütedienst missbraucht, dem haben wir jedoch rasch einen Riegel geschoben.» (Str)

Biker-Lanes teilweise anpassen

«Die meistfrequentierte Anlage ist der Skaterpark. Er ist mit den verschiedensten Geräten begehbar. Hier tummeln sich an den schulfreien Nachmittagen Kinder und Jugendliche auf ihrem Skateboard, Scooter, den Rollerblades, ja selbst auf dem Velo«, zieht Präsidentin Möhl Bilanz aus dem ersten Saisonbetrieb. Zur Sicherheit der Nutzer und der parkierten Autos wurde die Anlage mit Maschendraht eingezäunt.

Hingegen hat sich gezeigt, dass der Biker-Park gewisse Anpassungen erfordert: «Der Schritt von der Anfangsspur zum nächsthöheren Schwierigkeitsgrad ist zu lang», sagt Peter Bossert, Mitverantwortlicher für die Betreuung der Anlage. Zudem werde die Spur links aussen wenig genutzt und müsse spektakulärer gestaltet werden.

Der «Pump-Track», welcher Neulingen der Einstieg ins Biken schmackhaft machen soll, wird versetzt. Die Übungsspur mit einfachen Schwellen kommt zwischen die beiden Autobahnpfeiler und den angrenzenden Veloweg zu stehen. Bei sämtlichen Anpassungen ist «die Familientauglichkeit ein wichtiges Kriterium», unterstreicht Franziska Möhl die Order des Trägervereins.

Brücke wird Aussichtsplattform

Zu optimistisch geplant war auch die Holzbrücke im Biker-Park. Deren Fertigstellung, ohne Abstriche bei der Sicherheit machen zu müssen, bereitet einiges Kopfzerbrechen. «Im Hinblick auf eine mögliche künftige Strasse war die Anforderung an die Brückenhöhe klar: Ein Lastwagen muss sie unterqueren können», begründet die Präsidentin das Konzept. Derzeit laufen die Überlegung einer Nutzungsänderung in eine Aussichtsterrasse für das Publikum. Dies wäre mit einem Treppenaufgang und der Schliessung der noch offenen Seite relativ einfach zu bewerkstelligen.

Mit Eigenleistungen im bisherigen Ausmass rechnet der Trägerverein mit Kosten 20 000 Franken. Darin inbegriffen ist eine Abschrankung zwischen dem Biker-Park und dem Veloweg, um ein weiteres Abbröckeln des Lehms zu vermeiden.

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