Lenzburg
Bald gibt es mehr Wände für das Muskeltraining der Kletterer

Die Kletterhalle «Kraftreaktor» wird um eine Boulder- und Trainingshalle erweitert und hofft auf noch mehr Besucher. Vor Kurzem ist auch eine Delegation aus Asien angereist, um das Klettereldorado zu begutachten.

Markus Christen
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Kletterer testen die neue Boulderwand: Hier klettert man bis auf vier Metern Höhe ohne Seil, dafür über dicken Matten.

Kletterer testen die neue Boulderwand: Hier klettert man bis auf vier Metern Höhe ohne Seil, dafür über dicken Matten.

Thomas Georg, Besitzer des Kraftreaktors Lenzburg, ist sichtlich stolz, als er am Samstag die Gäste auf einem Rundgang durch die neu gebaute Halle führt. Auf nahezu 450 Quadratmetern finden sich verschiedene Wände für das so enannte Boulderklettern – ohne Seil und bis auf vier Meter Höhe. Zusätzlich angegliedert sind eine zehn Meter hohe Wand, an welcher nun die Kletterausbildung durchgeführt werden kann, ohne die übrigen Besucher in der alten Kletterhalle stören zu müssen, sowie eine Trainingswand für die Speedkletter-Athleten.

«Die Qualität der Kletterhallen in der Schweiz ist auf einem sehr hohen Niveau», sagt Thomas Georg, «und unsere neue Halle gehört zu den besten in der Schweiz.» Aus diesem Grund sei vor kurzer Zeit auch eine Delegation aus Asien angereist, um das Klettereldorado zu begutachten.

Bouldern wird zum Breitensport

Rund 100000 Kletterbegeisterte werden pro Jahr im «Kraftreaktor» an der Hammermattenstrasse 18 begrüsst. Die Konzeption des Neubaus, so Georg, habe sich an den aktuellen Besucherzahlen ausgerichtet. Allerdings geht er davon aus, dass die nun geschaffenen, zusätzlichen Möglichkeiten auch neue Besucher anlocken werden.

Vor allem die Boulderanlage in der älteren Halle erwies sich in den letzten beiden Jahren als viel zu klein. Das hängt damit zusammen, dass das Boulderklettern sich zu einem Breitensport entwickelt. Nun gibt es die zusätzlichen Möglichkeiten an einer überhängenden Wand zu trainieren oder an einem Kletterblock. Ebenfalls finden sich im Neubau eine moderne, grosszügige Garderobenanlage mit Duschen und ein sportartspezifischer Kraftraum.

«Der Planer ist ein echter Künstler»

An der Eröffnungsfeier bedankte sich Thomas Georg bei seinem Team und bei den für den Bau verantwortlichen Personen, insbesondere auch bei Mike Tscharner, der selber eine Boulderhalle betreibt und für die Planung verantwortlich zeichnete. Dieser sei ein echter Künstler, lobte Georg.

Finanziell ermöglicht haben den insgesamt 2,65 Millionen Franken teuren Bau insbesondere der Hauptpartner des Kraftreaktors, die Mammut AG, der Swisslos-Sportfonds des Kantons Aargau. Auch die Stadt Lenzburg wurde verdankt für ihre unbürokratische Unterstützung. Stadtammann Hans Huber, der den Rundgang mit dem Durchschneiden des feierlichen Bandes einleitete, gab den Dank gerne zurück. Diese Halle könne die Begeisterung der Jungen für den Sport wecken, was immer eine sehr gute Sache sei, so Huber. «Alle Aktivitäten, welche Jugend, Gesundheit und Sport verbinden, brauchen unsere volle Unterstützung und zwar nicht nur vonseiten der Politik sondern auch durch das Engagement Privater.»

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