Bundesgericht
Zu viel auf dem Kerbholz: 21-Jähriger darf nicht in der Schweiz bleiben

Die Aufenthaltsgenehmigung eines 21-jährigen Kongolesen aus dem Kanton Aargau wird definitiv nicht verlängert. Das hat das Bundesgericht entschieden. Es hat eine Beschwerde des jungen Ausländers, der mehrmals straffällig geworden ist, abgelehnt.

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Das Bundesgericht in Lausanne hat bestätigt, dass der Kongolese nicht in der Schweiz bleiben darf.

Das Bundesgericht in Lausanne hat bestätigt, dass der Kongolese nicht in der Schweiz bleiben darf.

Keystone

Der Kongolese mit Jahrgang 1994 sitzt zurzeit in Haft, denn im Oktober 2014 wurde er wegen Raubs erstinstanzlich zu einer Freiheitsstrafe von 2 Jahren unbedingt verurteilt.

Schon zuvor war er mehrmals kriminell geworden. Zwei Jahre zuvor hatte ihn das Bezirksgericht Zürich zu 15 Monaten verurteilt, sieben Monate davon musste er im Gefängnis absitzen. Bei den Delikten handelte es sich um versuchten Raub, Gewalt, Drohung gegen Behörden sowie eine Übertretung des Betäubungsmittelgesetzes.

Schon 2011 war gegen ihn jugendstrafrechtlich eine dreimonatige Freiheitsstrafe verhängt worden, unter anderem wegen Raubs, Körperverletzung und Drohung. Im Jahr 2012 folgten zwei unbedingte Geldstrafen wegen Hinderung einer Amtshandlung und Beschimpfung bzw. wegen Diebstahls, Sachbeschädigung und Hausfriedensbruchs.

Das kantonalen Amt für Migration und Integration verlängerte danach seine Aufenthaltsgenehmigung, die ausgelaufen war, nicht mehr. Wie eine Reihe von Bundesgerichtsentscheiden zeigt, ist das auch die Regel bei einem ausländischen Straftäter, der eine Gefängnisstrafe von mehr als zwölf Monaten erhält.

Zwar hat er eine Beschwerde bis vor das Bundesgericht gezogen und beantragt, der Entscheid der kantonalen Migrationsbehörde vom Januar 2014, die Verlängerung seiner Aufenthaltsgenehmigung abzulehnen, sei aufzuheben. Die Richter in Lausanne haben die Beschwerde nun aber abgewiesen. Der Kongolese muss damit die Schweiz verlassen.

Der 21-Jährige aus der Demokratischen Republik Kongo war zweimal im Rahmen eines Familiennachzugs in die Schweiz gekommen, nämlich 2005 mit 11 und 2008, mit 141⁄2 Jahren. Im Oktober 2006 war er zwischenzeitlich zurück in den Kongo gereist. (pz)

(Urteil 2C_104/2015)