Neuer Bezirk
Zehn Aargauer Gemeinden planen starke eigene Region – kommt jetzt der Bezirk Suhrental?

Zehn Mitgliedergemeinden aus drei Bezirken des Regionalverbands Suhrental (RVS) wollen sich in einem neuen Bezirk zusammenschliessen. Es entspreche dem klaren Wunsch der Gemeinden, sich als eine eigene Region zu positionieren.

Von Raphael Nadler
Drucken
Teilen
Geht es nach zehn der zwölf Gemeinden des Regionalverbandes Suhrental, so soll im Aargau der neue Bezirk «Suhrental» entstehen.

Geht es nach zehn der zwölf Gemeinden des Regionalverbandes Suhrental, so soll im Aargau der neue Bezirk «Suhrental» entstehen.

Geoportal Aargau/Sth

«Das Suhrental will als eigenständige Region wahrgenommen werden», sagt Lis Lüthi, Geschäftsführerin des Regionalverbandes Suhrental (RVS). «Dazu gehört auch ein eigener Bezirk.»

Zu dieser Überzeugung sind zehn der zwölf Suhren- und Ruedertaler Gemeinden anlässlich des Workshops zur Entwicklungsstrategie des Regionalverbandes Suhrental gekommen. Holziken, als elfte Gemeinde, war an der Versammlung nicht anwesend und Kölliken tritt Ende Jahr aus dem RVS aus. «Das Suhren- und Ruedertal bietet beste Voraussetzungen um hier zu wohnen und zu leben», sagt Lis Lüthi stellvertretend für die über 20 Gemeinderatsvertreter aus den RVS-Gemeinden, die an der Strategiesitzung teilnahmen.

Weiterentwicklung als Ziel

Die Region wolle sich nicht auf Erreichtem ausruhen, sondern sich aktiv weiterentwickeln und auch attraktiv bleiben. «Wir sehen Potenzial bei der Zusammenarbeit, der Infrastruktur, dem öffentlichen Verkehr und insbesondere auch beim regionalen Bewusstsein und beim Standortmarketing», sagt die RVS-Geschäftsführerin weiter. Nicht vernachlässigen dürfe man auch die Erhaltung und die Förderung von Arbeitsplätzen in der Region.

«Die heutige Bezirkseinteilung, welche aus einer längst vergangenen Zeit stammt, erschwert das regionale Bewusstsein erheblich», bemängelt Lüthi. Der RVS sei mit Abstand der kleinste Regionalverband. Die Mitglieder gehören den drei verschiedenen Bezirken Aarau, Kulm und Zofingen an. Die Bezirkszugehörigkeit sei im Alltag für die Bürger nur selten direkt spürbar. «Im Hintergrund ist aber nach wie vor vieles bezirksweise organisiert und strukturiert», weiss Lüthi. «Es entspricht dem klaren Wunsch der Workshop-Teilnehmer, sich als eine eigene Region zu positionieren. Dazu braucht es den Bezirk Suhrental!»

Einen Fahrplan zur Umsetzung der Idee haben die RVS-Mitglieder noch nicht, «aber es lohnt sich, die Sache weiter zu verfolgen. Davon sind wir überzeugt», sagt Lis Lüthi abschliessend.

Aktuelle Nachrichten