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Raimondo und Luigi Ponte: Wenn Fussball Doppelbürger spaltet

Wenn die Schweizer Fussball-Nati gegen Italien spielt, scheiden sich bei den Doppelbürgern die Geister. Auch den Aargauer Brüdern Raimondo und Luigi Ponte geht es so. Wieso der ehemalige Spitzenschiedsrichter Luigi den Schweizern hilft und weshalb der ehemalige Schweizer Nati-Spieler Raimondo Italien die Daumen drückt, diskutierten die beiden am Dienstagabend im «TalkTäglich» auf Tele M1.

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Raimondo Ponte stand viele Jahre selbst auf dem Fussballplatz. Er spielte einst für die Nati und den FC Aarau, später war er dort Trainier. Heute ist er Präsident des FC Windisch. Für den Match ist er extra nach Rom gereist.

«Ich bin für mein Heimatland Italien»

sagt der gebürtige Neapolitaner gegenüber der AZ, «aber wenn es ein Unentschieden geben würde, dann wären beide Herzen zufrieden.»

Dass die Schweizer jetzt Gas geben müssen, das steht für ihn fest: «Wenn sie so spielen wie gegen Wales, dann wird das nichts.» Die Schweiz sei aber auch bekannt dafür, dass sie bei grossen Gegnern motivierter auftrete, das könnte ihnen gegen Italien helfen. Am Ende setzt Ponte darauf, dass seine beiden Herzen zufriedengestellt werden. 1:1 lautet sein Tipp für das Spiel heute Mittwochabend.

Luigi (l.) und Raimondo Ponte vor dem Talk am Dienstagabend im Medienhaus von CH Media in Aarau.

Luigi (l.) und Raimondo Ponte vor dem Talk am Dienstagabend im Medienhaus von CH Media in Aarau.

Chris Iseli

Sein Bruder Luigi Ponte hat sich ebenfalls dem Fussball verschrieben. Früher war er Spitzenschiedsrichter, heute ist er Präsident des Fussballverbands Aargau. Anders als sein Bruder drückt er aber den Schweizern die Daumen.

«Ein Sieg würde die gesamte Fussballlandschaft der Schweiz auf ein anderes Niveau bringen, der ganze Amateurfussball würde davon profitieren»

sagte er in der Sendung TalkTäglich. Das Spiel werde hart, findet auch Luigi Ponte: «Die Schweizer müssen jetzt beissen, sonst haben sie keine Chance.» Für die Nati gehe es nicht nur um die drei Punkte, sondern auch darum, sich endlich einmal zeigen zu können. Bezüglich Resultat ist er sich mit seinem Bruder einig: Es wird ein 1:1 geben. (AZ)

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Seit 2016 spielt der Schweizer Mittelfeldspieler Remo Freuler bei Atalanta Bergamo in der italienischen Serie A – das sagt er vor dem Spiel gegen Italien.

Keystone-SDA

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