Tessin als Vorbild bei Lebensrettung

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Der Kanton Tessin gilt in Sachen Bekämpfung von Herzstillstandstodes­fällen als vorbildlich. Die Stiftung «Ticino Cuore» wurde 2005 ins Leben gerufen, mit dem Ziel, die Überlebens- chancen von Menschen zu verbessern, die einen plötzlichen Herzstillstand erleiden. Die Stiftung hat zahlreiche First Responder ausgebildet. Laienretter also, die Herzdruckmassagen durchführen können.

Erkennt die Notrufzentrale, dass ein Herzstillstand vorliegt, wird über Handyortung der jeweils nächste First Responder benachrichtigt, der dann mit Hilfe des naheliegendsten Defibrillatoren eingreift. Die einheitliche und deutliche Beschilderung der öffentlichen Defibrillatoren gehört ebenfalls zum Tessiner Lebensrettungskonzept. Die Standorte sind auf einer Karte erfasst, inklusive Beschrieb, wo genau der Defibrillator zu finden ist. «Zwischen der Apotheke und der Raiffeisen Bank auf der Piazzale Motta», steht da zum Beispiel.

Gemäss Eigenangaben der Stiftung beträgt die Gesamtüberlebensrate im Kanton Tessin bisher rund 14 Prozent und bei Kammerflimmern sogar bis zu 55 Prozent. Das ist deutlich höher als in anderen Kantonen. (az)