1 Jahr nach tödlichem Unfall
Sicherheitsvorschriften werden in Pfingstlagern umgesetzt

Vor einem Jahr verunfallte ein Mädchen in einem Cevi-Pfingstlager im Limmattal tödlich. In diesem Jahr gingen erneut dutzende Pfadi-, Jubla- und Cevi-Scharen in ihre Lager. Die az hat sich die Sicherheitsvorschriften in zwei Lagern angesehen.

Adrian Hunziker
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 Die Kinder der Jubla Dottikon beim Essen
8 Bilder
 Sicherheitsmassnahmen vor der Seilbrücke
 Ein Leiter sichert ab
 Auf der Seilbrücke
Pfingstlager der Pfadi und Jubla
 Die Mädchen der Pfadi Rohrdorf am Spielen
 Pfadi Rohrdorf
 Pfadi Rohrdorf

Die Kinder der Jubla Dottikon beim Essen

André Albrecht

Zwischen Niederwil und Hägglingen vergnügten sich 61 Kinder der Jubla Dottikon im Pfingstlager unter dem Motto «Into the Wild». Einige der Posten, die die Kinder über das Pfingstwochenende absolvierten, befanden sich auf einem Feld, andere im Wald. Dazu gehörte auch eine Seilbrücke. Dort liefen die Kids mithilfe eines Leiters über ein Stahlseil. Dabei waren sie mit einem weiteren Seil gesichert. Zudem trugen alle einen Helm.
Der tödliche Unfall vom Pfingstsonntag vom vergangenen Jahr im Limmattal war allen Leitern ein Begriff. Dort war in einem Cevi-Pfingstlager ein Mädchen tödlich verunglückt, als sie eine selbst konstruierte Seilbahn runter fuhr. Daher nahmen es die Jubla-Leiter heuer mit den Sicherheitsvorschriften ganz genau.
«Wenn wir mit der Seilbahn arbeiten, haben wir neben Helmen, einem Bremsseil und einer Absperrung auch noch Pneus, die die Kids absichern», sagt Stefan Kägi, einer der Lagerleiter. «Zudem schauen immer die gleichen Leiter für die Seilbrücke und die Seilbahn. So wissen sie genau, was sie zu tun haben», ergänzt sein Kollege Lukas Büchel.

Jubla Dottikon ist in der Nähe vom Niederwil unterwegs (Bilder: André Albrecht)
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Impressionen aus dem Pfingstlager der Jubla Dottikon bei Niederwil
 Pfadi Rohrdorf

Jubla Dottikon ist in der Nähe vom Niederwil unterwegs (Bilder: André Albrecht)

Das faule Dorf wird fit
Die Pfader waren bereits am Pfingstsamstag mit den Rollerblades und Scootern von Oberrohrdorf nach Baden gefahren, hatten dort ein Stadtspiel absolviert und fuhren mit dem Bus nach Schneisingen. Danach richteten sie sich ihr Lager gleich neben der Forsthütte im Wald auf. Das Lagermotto der Pfadi Sodales lautete «Lazy Town goes upside down». «Es geht um ein faules Dorf, das mit Sport wiedererweckt werden muss», sagt Räz. In den Atelierblöcken bedruckten die Mädchen Hemden, spielten verschiedene Spiele und kochten etwas ganz alleine für sich.
Die Jungen und Mädchen der Jubla Dottikon waren ebenfalls sportlich unterwegs. Sie radelten mit ihren Fahrrädern von Dottikon nach Niederwil und am Ende des Lagers wieder zurück. «Zudem bauten die Kinder verschiedene Dinge. So beispielsweise ein WC, Sitzgelegenheiten, Abfallkübel, eine Feuerstelle und einen Kühlschrank», so Leiter Kägi. Und der Kühlschrank, ein 1-Meter grosses Loch im Boden, funktionierte zu seinem Erstaunen auch ziemlich gut.

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