Aargau/Solothurn

Sensationsfoto: So kam Jäger Charly Fehlmann dem Luchs auf die Spur

Luchs tappt in Fotofalle

Luchs tappt in Fotofalle

Für Jäger Charles Fehlmann ist es wie ein Sechser im Lotto: Das Foto, das die Fotofalle im Lostorfer Wald knipste, hat schon fast Seltenheitswert.

Einen Luchs zu fotografieren ist nicht einfach. Doch genau dies gelang dem Jäger Charly Fehlmann. Er wusste genau, was zu tun ist.

Am Anfang war ein gerissenes Reh. Und Jäger Charly Fehlmann wusste sofort: "Das ist ein Luchs, denn das Reh war von hinten angegriffen." Das macht kein Hund.

Doch Fehlmann will Gewissheit erlangen. Zusammen mit dem Kanton stellt der Jäger neben dem Kadaver in seinem Revier Lostorf eine Fotofalle auf. Ein Luchs kehrt nämlich mehrmals zu seiner Beute zurück, um weiterzuessen. Prompt geht der Luchs in die Fotofalle. Das ist Charly Fehlmann in den Jahrzehnten zuvor erst einmal geglückt.

Das Foto erzielte grosse Aufmerksamkeit, denn es hat Seltenheitswert. Einen scheuen Luchs zu fotografieren ist schwierig.

In der Nacht vom 10. auf den 11. August tappte dieser Luchs in eine Fotofalle im Revier Lostorf-Wartenfels. ZVG

In der Nacht vom 10. auf den 11. August tappte dieser Luchs in eine Fotofalle im Revier Lostorf-Wartenfels. ZVG

Wildbiologe Mark Sturch weiss: Die Luchse im Jura wandern auch in den Aargau und ins Baselbiet ab, wie er gegenüber Tele M1 erklärt. Im Kanton Aargau geht man davon aus, dass sich schon bis zu drei Luchse niedergelassen haben.

Noch vor 130 Jahren war der Luchs in der Schweiz ausgerottet. In den 1970er Jahren wurde er wiederangesiedelt. Dass sich das menschenscheue Tier wieder ausbreitet, ist laut Sturch ein Zeichen für ein intaktes Ökosystem. 

Pro Jahr jagt ein Luchs bis zu 50 Tiere. Das sind so viele wie in Lostorf alle Jäger zusammen in einem Jahr erlegen.

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