Sturm

«Sabine» im Aargau: Aarauer Echolinde stark beschädigt ++ Über zwei Dutzend Feuerwehr-Einsätze

Es sind arbeitsintensive Tage und Nächte für die Polizei und die Feuerwehr. Auch in der Nacht auf Dienstag trafen etliche Meldungen bei der Notrufzentrale ein. Zahlreiche Strassen waren am Dienstag noch gesperrt.

Sturm Sabine wütete auch in der Nacht von Montag auf Dienstag. Die Feuerwehr musste rund zwei Dutzend Mal ausrücken, schreibt die Kantonspolizei Aargau in einem Tweet. Es handelte sich vorwiegend um umgestürzte Bäume. Es gab keine gravierenden Vorfälle. 

In Baden hinterliess das Sturmtief seine Spuren. Vor dem «Isebähnli» fielen Äste von einem Baum. Personen wurden glücklicherweise keine verletzt und nach kurzer Zeit war das Gehölz auch schon wieder aus dem Weg geräumt.

In Aarau wurde die für die Stadt wichtige Echolinde von einem umgestürzten Baum stark in Mitleidenschaft gezogen (zum Artikel). 

Und im Waldrevier Länzert (Niederlenz) sind etwa mehrere Bäume auf einen Weg gefallen.

"Wir sind mit einem hellblauen Auge davon gekommen", sagt Matthias Ott, Leiter der Forstdienste Lenzia, der gemeinsame Forstbetrieb der Ortsbürgergemeinden Lenzburg, Ammerswil, Niederlenz, Othmarsingen und Staufen. "Es gibt etwas Streuschäden im Länzert. Vereinzelt sind Bäume in den restlichen Wäldern umgeknickt. Die Velowege werden bis zum Dienstagmittag wieder geöffnet."

Suva warnt: Aufräumen im Wald nach Sturm nicht ungefährlich

Suva warnt: Aufräumen im Wald nach Sturm nicht ungefährlich

Viele Waldstückbesitzerinnen und Waldstückbesitzer machen sich an die Arbeit, die Schäden des Sturmtiefs "Sabine" zu beseitigen. Insbesondere für Privatpersonen bergen die Räumungsarbeiten gewisse Gefahren. Die Suva warnt vor Tätigkeiten mit umgestürzten oder angeknackten Bäumen.

Folgende Strassen waren am Dienstagmorgen gesperrt. Sie dürften mittlerweile wieder freigegeben sein:

  • Hottwil - Remigen beide Fahrtrichtungen gesperrt, Sturmschäden
  • Würenlingen - Villigen gesperrt, Sturmschäden
  • Steinenbühlstrasse zwischen Würenlingen und Untersiggenthal gesperrt, Sturm
  • Baldingen - Endingen gesperrt, Sturmschäden
  • Kantonsstrasse, Baldingen Richtung Lengnau: zwischen Baldingen und Lengnau gesperrt, Sturmschäden
  • H23 - Hauptstrasse, Aarau - Sursee: zwischen Gränichen und Teufenthal in beiden Richtungen gesperrt, Sturmschäden
  • Kantonsstrasse, Oberentfelden - Schönenwerd: zwischen Oberentfelden und Schönenwerd in beiden Richtungen gesperrt, Sturmschäden
  • Kantonsstrasse, Schöftland Richtung Zofingen: zwischen Bottenwil und H2, Zofingen gesperrt, Sturmschäden - Bottensteinstrasse
  • Kantonsstrasse, Moosleerau - Reiden: zwischen Wiliberg und H2, Reiden in beiden Richtungen gesperrt, Sturmschäden
  • Moosleraustrasse zwischen Reitnau und Reiten gesperrt, Sturmschäden
  • Unterkulm-Schlossrued, gesperrt, Sturmschäden
  • Kantonsstrasse zwischen Ammerswil und Hendschiken in beiden Richtungen (Seon - Othmarsingen), in beiden Richtungen gesperrt, Sturmschäden
  • Beinwil am See <-> Schwarzenbach gesperrt, Sturmschäden
  • Boswil - Buttwil gesperrt, Sturmschäden
  • Kantonsstrasse, Muri - Aesch: zwischen Buttwil und Ober-Schongau in beiden Richtungen gesperrt, Sturmschäden
  • Mühlau - Auw gesperrt, Sturmschäden
  • Kantonsstrasse, Beinwil - Knonau: zwischen Beinwil und Rüstenschwil in beiden Richtungen gesperrt, Sturmschäden
  • Glashütten - Ricken gesperrt, Sturmschäden
  • Kantonsstrasse zwischen Leuggern und Böttstein (Full-Reuenthal - Böttstein) in beiden Richtungen)
  • Kantonsstrasse, Bünzen - Bremgarten: zwischen Bünzen und Bremgarten in beiden Richtungen gesperrt, umgestürzte Bäume

Bis Montag waren bei der Kantonalen Notrufzentrale über 80 Meldungen eingegangen. Die meisten betrafen umgestürzte Bäume und Baustellenabschrankungen, welche auf die Strassen fielen und diese blockierten.

Die Meldungen kamen vor allem aus den nördlichen Regionen des Aargau, namentlich aus dem Zurzibiet, Fricktal und der Region Brugg.

Zur wohl kuriosesten Folge des Sturms kam es in Besenbüren. Die Verwaltung der Gemeinde im Bezirk Muri bleibt wegen «höherer Gewalt», sprich wegen des Sturms, bis Mittwoch geschlossen. Es handle sich um eine reine Vorsichtsmassnahme, sagte Gemeindeammann Mario Räber. «Das Personal der Verwaltung kommt von ausserhalb. Wir wollten die Mitarbeiter nicht einer unnötigen Gefahr aussetzen», sagt Räber. 

Im Kanton kam es auch am Montag zu diversen Strassensperrungen: Dies betraf etwa die Kantonsstrasse zwischen Hermetschwil-Staffeln und Bünzen

(mma)

Der Sturm im Aargau und Solothurn:

Sturmtief richtete im Mittelland erheblich Schäden an

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Mit bis zu 150 km/h fegte "Sabine" durch die Schweiz. Bei der Kapo Aargau gingen seit Sonntagabend rund 80 Meldungen in der Notrufzentrale ein. In der Zürcher Gemeinde Bauma brannten gar 5 Gebäude nieder.

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