Radargeräte
Polizei will Standorte von Radarkontrollen geheim halten

Die St. Galler Kantonspolizei veröffentlicht künftig die Standorte ihrer fünf neuen Radargeräte. Im Aargau will die Polizei jedoch nicht gleichziehen. Kapo-Sprecher Bernhard Graser sagt, man mache vor allem auf die extremen Temposünder Jagd.

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Mobile Blitzer sind oft getarnt und werden beispielsweise in der Nähe von Schulen und Spitälern aufgestellt.

Mobile Blitzer sind oft getarnt und werden beispielsweise in der Nähe von Schulen und Spitälern aufgestellt.

Dino Nodari

Nur ums Geld gehe es der Polizei, wenn sie ihre Radarfallen aufstelle. Um diesen Vorwurf zu entkräften, publiziert die St. Galler Kantonspolizei nun die Standorte ihrer fünf neu gekauften Radargeräte im Internet.

Wie die Nachrichtenagentur sda berichtet will die St. Galler Kantonspolizei damit zeigen, dass es ihr um die Verkehrssicherheit geht.

Sie hofft, dass die Leute an den gefährlichen Stellen gar nicht erst zu schnell fahren würden, wenn vorher bekannt ist, dass dort die Geschwindigkeit gemessen wird.

«Steht nicht zur Diskussion»

Das würden bestimmt auch die Aargauer Autofahrer begrüssen. Doch laut Kapo-Sprecher Bernhard Graser ist dies bei der Kantonspolizei Aargau kein Thema: «Das steht nicht zur Diskussion», sagt Graser.

Die Kapo besitzt zwei Radaranlagen, die jedoch nur halbautomatisch sind und durch einen Polizist vor Ort betreut werden.

Raser sollen nicht gewarnt werden

Mit dem Lasergerät - eine andere Messmethode - würden sie nur Jagd auf die extremen Tempsünder machen, denen der Führerausweis-Entzug droht.

«Diese wollen wir sofort anhalten und büssen, damit es weh tut», sagt Graser, «eine Warnung vorab würde da kein Sinn machen.» (kus)

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