«Spoofing»

Polizei warnt vor Telefonbetrügern – nun auch Region Aarau betroffen

Die falschen Personen versuchen Personen unter dubiosen Anweisungen Geld abzuknöpfen. (Symbolbild)

Die falschen Personen versuchen Personen unter dubiosen Anweisungen Geld abzuknöpfen. (Symbolbild)

Zurzeit treiben Telefonbetrüger ihr Unwesen im Aargau: Sie geben sich als Polizisten aus und versuchen den Anwohnern unter dubiosen Anweisungen Geld abzuknöpfen. Die Kapo empfiehlt, solchen Personen gegenüber keine Angaben über finanzielle oder persönliche Verhältnisse zu machen.

Am Mittwoch hätten mehrere Personen im Raum Aarau solche Anrufe erhalten, sagt Roland Pfister, Sprecher der Kapo Aargau. Besonders perfide: Die Anrufe erfolgen unter einer technisch manipulierten Rufnummer – «Spoofing», wie sich diese Methode nennt. Pfister betont eindringlich, dass es sich bei den Anrufern nicht um Polizisten handelt – auch wenn im Telefondisplay die Rufnummer 0117 angezeigt werde.

Das Vorgehen der Betrüger ist dabei immer das Gleiche: Sie geben sich als falsche Polizisten aus und versuchen den Personen unter dubiosen Anweisungen Geld abzuknöpfen. «In einem Fall hatte der falsche Polizist das Opfer dazu aufgefordert, 50'000 Franken von seiner Bank abzuheben und auf eine andere zu verlegen», so Pfister. 

Bereits gestern warnte die Polizei vor Telefonbetrügern – damals waren Personen aus dem Raum Baden betroffen. Die falschen Polizisten hatten sich unter dem Vorwand, dass Einbrecher mit Diebesgut verhaftet worden seien, telefonisch nach Wertsachen erkundigt.

Laut Pfister beschränkt sich dieses Phänomen nicht nur auf den Aargau: In der ganzen Schweiz gab es in den vergangenen Wochen mehrere Dutzend ähnlicher Meldungen. In einem Fall gelang es Betrügern gar, einer Bernerin rund 150'000 Franken abzuknöpfen.

Die Polizei rät daher, solche Anrufe nicht entgegenzunehmen oder am Telefon keine Angaben über finanzielle oder persönliche Verhältnisse zu machen. (sam)

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