Weil Kino soviel mehr ist als nur Film: Tele M1 über die, die es trotzdem wagen.

Pandemie
Ohne Popcorn und Pause: Kinos im Aargau öffnen wieder

Ab Montag dürfen wieder Veranstaltungen in Innenräumen mit maximal 50 Personen stattfinden. Allerdings mit Konsumations-Verbot. Rentiert so ein Kinoabend aber wirklich?

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(has) Ganz so wie früher ist es noch nicht: Popcorn und Pause gibt es nicht und ohne Maske kommt man auch nicht in den Kinosaal. Trotzdem, so hat eine Umfrage des youcinema in Oftringen ergeben, wollen 50 Prozent der Kinobesucher kommen, wenn die Türen aufgehen - einfach aus purer Liebe zum Film. Und so hat man sich bei youcinema entschlossen, zu öffnen. Konrad Schibli, der Inhaber des Oftringer Kinos sagt:

«Das ist natürlich weit weg von wirtschaftlich rentabel. Das ist klar. »

Aber immerhin, es kommt wenigstens etwas rein und schliesslich geht es ja auch um das Publikum.

Auch im Trafo Baden soll es wieder Kino geben. Wie viele Säle öffnen ist aber noch unklar. Denn die Finanzierung ist nicht einfach: Zwei Einnahmequellen, die Gastronomie und die Werbung, fallen weg. Auch an Filme zu kommen, ist eine Herausforderung. Denn die müssen zuvor in Deutschland und Frankreich ihre Premieren gefeiert haben.

In Brugg löst man dieses Problem mit einem Horrorfilmfestival. Weil das von Anfang an nur auf 50 Leute ausgelegt war, ist es schon jetzt fast ausverkauft. Im Mai sollen dann Charlie Chaplin Filme gezeigt werden, die direkt im Kino live vertont werden.

Nicht einfach sei es, meinen die Kinobetreiber aber ein echter Filmliebhaber lässt sich so schnell nicht unterkriegen. Und so versuchen sie es - Corona zum Trotz.