Kredit
Fast 15 Millionen Franken: Aargauer Regierung will invasive Arten stärker bekämpfen

Im Kampf gegen invasive Arten braucht es mehr Koordination und Personal: Der Aargauer Regierungsrat beantragt dem Grossen Rat einen Verpflichtungskredit von 14,45 Millionen Franken.

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Beispiel für eine invasive Pflanze, welche die einheimische Artenvielfalt bedroht: das Einjährige Berufkraut.

Beispiel für eine invasive Pflanze, welche die einheimische Artenvielfalt bedroht: das Einjährige Berufkraut.

Severin Bigler

Eingeschleppte, gebietsfremde Pflanzen, sogenannte Neobiota, bedrohen die einheimische Artenvielfalt. Sie stellen die Landwirtschaft vor Probleme, gefährden die Gesundheit der Bevölkerung und beschädigen Infrastrukturen. Schon heute sei der volkswirtschaftliche Schaden beträchtlich, heisst es in einer Mitteilung der Aargauer Regierung. Je länger mit Gegenmassnahmen zugewartet werde, desto teurer würden diese in Zukunft.

Deshalb beantragt der Regierungsrat dem Grossen Rat nun einen Verpflichtungskredit von 14,45 Millionen Franken für sechs Jahre. Der Millionenkredit soll zu einem grossen Teil an die kantonale Abteilungen Landschaft und Gewässer, Umwelt, Wald und Landwirtschaft fliessen. Das Geld diene der Eindämmung und Eliminierung invasiver Neophytenvorkommen auf Flächen im Zuständigkeitsbereich des Kantons, heisst es weiter. Dafür sollen die personellen Ressourcen aufgestockt werden. Die Regierung will auch Gemeinden und Freiwillige im Kampf gegen invasive Arten beraten und unterstützen.

Bisher erfolgte die Neobiota-Bekämpfung punktuell mit den in den zuständigen Abteilungen vorhandenen Mitteln. Der Erfolg hielt sich in Grenzen. So konnte sich das Einjährige Berufkraut rasant und grossflächig ausbreiten. Weitere Problemarten hätten sich in Nachbarländern bereits etabliert und könnten jederzeit neu auch in der Schweiz oder im Aargau auftreten, schreibt die Regierung.(sam)

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