«Burgen am Hochrhein»
Eine spannende Reise von Burg zu Burg

Vor rund 80 Gästen wurde auf der Habsburg die Schrift «Burgen am Hochrhein» präsentiert. Es wird auch auch von wenig bekannten Anlagen berichtet. Bei der Vereinigung für Heimatkunde freut man sich.

Susanne Hörth
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«Es ist noch nie so etwas da gewesen, Es ist einfach top», freut sich David Wälchli, Präsident der Fricktal-Badischen Vereinigung für Heimatkunde.

Grund für die Begeisterung löst beim Fricktaler die gestern Samstag vor rund 80 Gästen auf der Habsburg präsentierte Schrift «Burgen am Hochrhein» aus.

Fachleute wie auch an Burgen interessierte Laien werden in dem reich bebilderten Werk auf eine informationsreiche und spannende Reise durch die Geschichte und Erkenntnisse rund um die Burgenanlagen genommen. Dabei stets auch immer wieder präsent ist die Rolle von Rudolf von Habsburg.

Die Reise führt von Lörrach, Rheinfelden bis nach Laufenburg. Erstmals, sagt Wälchli, werde so umfassend über die mittelalterlichen Bauten geschrieben.

Ausschlag für die Herausgabe von «Burgen am Hochrhein» waren die Referate von neun Spezialisten aus dem Aargau und Südbaden.

Sie haben Ende 2014 an einem Burgensymposium im deutschen Wehr über die Erforschung von Burganlagen gesprochen. David Wälchli war damals für die Teilnahme der Schweizer Redner verantwortlich.

Die Referate stiessen auf grosses Interesse, was schliesslich dazu führte, dass die Arbeiten der Historiker und Archäologen von der «Zeitschrift für Burgenforschung und Denkmalpflege» als Sonderheft publiziert wurde.

Vieles, was hier über die geschichtenreiche Epoche nun festgehalten wird, ist wenig oder noch gar nicht bekannt. «Es werden neue Quellen erschlossen», macht David Wälchli neugierig und verrät, dass es beispielsweise neue Erkenntnisse zur Burgruine in Laufenburg gibt.

Weniger bekannt als jene von Laufenburg und nur einen Steinwurf von dieser entfernt ist die Burg von Kaisten.

Auf dem Fasnachtsberg erinnern noch ein paar steinerne Überreste an das einstige Bauwerk. Dass aber auch diese Burg in Erinnerung bleibt, dafür sorgt die neue Schrift.

Warum faszinieren Burgen? Darauf David Wälchli: «Das hängt sicher auch mit der Sagenbildung um sie zusammen. Aber auch mit der Architektur. Grösse und Lage einer Burg waren einst das ‹Who is Who› unter den Reichen und Mächtigen.»