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Ein Aargauer OL-Trio mit einem Ziel: WM-Medaille

Am Montag beginnt in Lotzwil die nationale Saison. Höhepunkt ist die Heim-WM Mitte Juli in Lausanne. Dort jagen drei Aargauer nach Edelmetall.

Rainer Sommerhalder
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Matthias Merz, Matthias Müller, Matthias Kyburz

Matthias Merz, Matthias Müller, Matthias Kyburz

AZ

Zuerst müssen sich Matthias Merz, Matthias Müller und Matthias Kyburz überhaupt für die WM qualifizieren. Merz und Müller sind zwar bereits Weltmeister, Kyburz mit seinem immensen Talent traut man es für die Zukunft zu – doch das Schweizer Männerteam ist so stark, dass die Selektion für die drei Startplätze pro Disziplin (Sprint, Mittel- und Langdistanz) beinahe so schwierig ist wie der Gewinn einer WM-Medaille. Der Langenthaler OL wird zum ersten grossen Test des Jahres.

Dank des Starts des norwegischen, finnischen und französischen Nationalteams sind bei den Männern acht von neun Medaillengewinnern der WM 2011 am Werk und die zwei Elite-Kategorien repräsentieren total 24 Weltmeistertitel der letzten fünf Jahre. Nach Lotzwil weiss jeder, wo er steht. Zwei Wochen später gilt es mit den Testläufen für die Europameisterschaft in Schweden Ernst. Wer es nicht an die EM schafft, braucht für die WM-Teilnahme ein kleines Wunder.

Merz im Winter mit Problemen

Für Merz und Müller wäre es noch kein Alarmzeichen, wenn sie es am Montag in der Rangliste nicht nach ganz vorne schaffen sollten. Merz hatte im Winter Probleme mit einer entzündeten Sehne am Bein und handelte sich deswegen im Aufbau einen kleinen Rückstand ein. Beunruhigen kann dies den 28-Jährigen aus Aarau nicht, denn einerseits hat ihm die sensationelle Frühform im Vorjahr für die enttäuschend verlaufene WM nicht viel gebracht und andererseits legte er erst vor einer Woche seine 70-Prozent-Stelle als Bauingenieur zur gezielten WM-Vorbereitung vorübergehend nieder. Matthias Müller war bis Mitte Dezember auf Weltreise. Dass er läuferisch wieder voll dabei ist, bewies der nach einem zweijährigen Schweden--Aufenthalt neu in Winterthur lebende Aargauer mit dem vierten Rang an der Schweizer 10-km-SM auf der Strasse. «Was mir jetzt noch fehlt, sind Wettkämpfe im Wald», sagt der 29-Jährige.

Matthias Kyburz aus Möhlin blickt auf einen guten Aufbau zurück. Obwohl der 22-Jährige den Aufwand nochmals gesteigert hat, blieb er vor gesundheitlichen Problemen verschont. 2011 war der Sprint seine grosse Stärke, für Lausanne gehört der Fricktaler nun auf allen Strecken zu den WM-Kandidaten. Pech hatte sein Bruder Andreas Kyburz, der sich vor sieben Wochen einen Bänderriss im Fuss zuzog. Zuvor war er drauf und dran, den sportlichen Rückstand auf Matthias wieder wettzumachen. «Mein Ziel ist die EM, aber es wird ein Rennen mit der Zeit», sagt Andreas.

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