Hochwasser
Drohnenbilder zeigen die Überschwemmung beim Wasserschloss

Der Badener Technik-Experte Hans Fischer hat heute Mittag seine Drohne über die überschwemmten Gebiete und randvollen Flüsse rund ums Wasserschloss bei Brugg fliegen lassen. Die Bilder zeigen die aktuelle Hochwasser-Lage eindrücklich.

Janine Müller
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Überschwemmte Felder, die reissende Aare, die sich vor dem Sportausbildungszentrum Mülimatt ins Ufer frisst oder Brücken fast im Wasser verschwinden lässt – die Bilder, die Hans Fischer am Mittwochmittag mit seiner Drohne geschossen hat, zeigen eindrücklich die aktuelle Hochwasserlage rund ums Wasserschloss bei Brugg, wo sich Aare, Reuss und Limmat treffen.

Der Bübliker Hans Fischer ist regelmässig mit Kameras aller Art in der Region unterwegs, unter anderem macht der Elektroingenieur Luftaufnahmen mit einem sogneannten Multikopter. Auf seinem Technikblog schreibt Hans Fischer über alles rund um Foto, Video oder Computer.

Hochwasser-Gefahr noch nicht vorbei

In der Nacht auf Mittwoch hat es wieder geschüttet wie aus Kübeln. Höchste Alarmbereitschaft also für die Einsatzkräfte, die in der Region Brugg seit Montag ihr Bestes geben, um Hochwasser-Schäden zu verhindern.

Entlang der Aare im Brugger Schachen wurden Beaver – mobile Hochwasserschutzelemente – aufgebaut. Mit Wasser gefüllt, werden sie entlang des Flusslaufs ausgelegt und so die Strassen und Gebäude geschützt.

75 Einsatzkräfte – von Feuerwehr, Polizei, Zivilschutz bis hin zum Militär – kümmerten sich um den Aufbau der Massnahmen. Zurzeit sind es noch rund 15 Männer, die die Situation überwachen.

Die Ländistrasse an der Aare beim Schachen bleibt vorläufig gesperrt. Am Mittwochmorgen sind die Pegel der Flüsse durch die Regenfälle erneut angestiegen, die Abfluss-Höchstwerte von Montag wurden mit 1000 m3/s gar noch übertroffen.

«Die Bäche und Nebenflüsse sind durch den Regen nochmals stark angestiegen», erklärt Einsatzleiter André Baur. Er rechnet in den nächsten Tagen, wenn nicht gar Wochen, mit andauerndem hohen Wasserstand.

So werden die Beaver vorläufig liegen bleiben, ganz sicher noch diese Woche, da am Wochenende weitere Regenfälle gemeldet sind.

Springkonkurrenz: Absage ist eher unwahrscheinlich

Ein Problem ist das aktuelle Hochwasser auch für die Organisatoren der Springkonkurrenz vom Wochenende. Für gestern Mittwochabend wurde das Training im Brugger Schachen abgesagt.

Anita Kuhn, Präsidentin des Kavallerie-Reitvereins Brugg, ist aber zuversichtlich, dass der Wettkampf am Samstag und Sonntag durchgeführt werden kann. «Die Wahrscheinlichkeit ist gering, dass wir die Konkurrenz absagen müssen», sagt Kuhn.

Man würde spontan abbrechen, sollte unerwartet eine Meldung hereinkommen, die grössere Wassermassen voraussagt. Innerhalb von zwei Stunden müssten die Organisatoren dann den Schachen evakuieren.

Für az-Leser Franz Hort aus Villnachern hat das Hochwasser auch seine guten Seiten. Er macht sich einen Spass daraus, Schuhe und allerlei Bälle aus der Aare beim Kraftwerk Villnachern zu fischen. Auch das Schwemmholz zieht er an Land, um Kunstwerke für seinen Garten zu basteln.

15 Bilder

Franz Hort

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