Leserwandern
80 Leute wandern bei nassem Wetter von kleinem zu grossem Schloss

Die vierte Etappe - die Schlosswanderung - startete in Teufenthal. Trotz der miesen Wetteraussichten fanden 80 Wanderinnen und Wanderer den Weg ins Wynental und trotzten dem Nieselregen und den kalten Temperaturen.

Christine Fürst
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Wanderleiterin Silvia Hochstrasser
23 Bilder
Vor den Toren der Trostburg in Teufenthal
Über den Dächern von Lenzburg
Silvio Bircher, alt Regierungsrat
Start zur Schlosswanderung
Silvia Hochstrasser führte die Wanderung an
Regen auf der Schlosswanderung
Marsch durch Lenzburg
Lishka
In den Gränicher Sandsteinhöhlen
Hund Yuma
Im Schloss Lenzburg angekommen
Hund Lishka im Regen
Die Wanderung gab Durst
Die Wandergruppe, im Hintergrund Schloss Liebegg
Die Stutzebuebe
Die Gränicher Sandsteinhöhlen
Die beiden Hunde Robin und Xirus
Aufstieg ins Schloss Lenzburg
Die beiden Hunde Lucky und Amigo
Auf dem Schloss Liebegg
Auf der Schlosswanderung
Vom kleinen Schloss Liebegg zum grossen Schloss Lenzburg

Wanderleiterin Silvia Hochstrasser

Patrick Züst

Eigentlich hatte Urs Lehner, Gemeindeammann von Teufenthal, für die Schlosswanderung schönes Wetter bestellt. Doch diese Bestellung ging wahrscheinlich irgendwo zwischen Regen und Kälte unter.

Nichtsdestotrotz fanden rund 80 Wanderer den Weg nach Teufenthal und durften dort zuerst in ein ofenfrisches Stück Zopf der Teufenthaler Landfrauen beissen. «Wandern ist wandern, da gibt es kein schönes, aber auch kein schlechtes Wetter», sagte ein Wanderer.

Den sechs Hunden, die ebenfalls die 12,9 Kilometer bis Lenzburg wanderten, schien das nasse Wetter jedenfalls nichts auszumachen.

«Ein Paradebeispiel»

Die Wanderleiterin Silvia Hochstrasser führte die Gruppe zuerst zur Trostburg. Das Schloss wurde Ende 1990er Jahre umfassend saniert und befindet sich im Privatbesitz. Einige Wanderminuten später kam das Schloss Liebegg zum Vorschein.

«Das ist ein Paradebeispiel, wie ein heruntergekommenes Schloss wieder aufgerüstet werden kann», sagte Silvio Bircher, alt Regierungsrat des Kantons Aargau und Publizist.

In seiner Amtszeit habe der Kanton für eine umfassende Renovation kein Geld zur Verfügung gehabt. «Wir starteten dann die Aktion Pinselstrich», sagte er.

An vielen Orten bekam das Schloss dann einen neuen Anstrich. Für Bircher sind die vier Schlösser Lenzburg, Habsburg, Wildegg und Hallwil die Paradeschlösser des Kantons Aargau.

Daneben würden die anderen Schlösser wie das Schloss Liebegg ein wenig in den Schatten gestellt. Es zeigte sich aber, dass Bircher die Liebegg ebenfalls gut kennt: Er kennt gar einen Geheimgang durch ein Sandsteingewölbe hinaus aus dem Schloss.

Mit dabei auf der Wanderung waren auch die «Stutzebuebe». Die fünf Brüder Stutz aus dem Wynen- und Suhrental gehen immer mal wieder zusammen auf eine Wanderung.

Dass die «Stutzebuebe», die zusammen 122 620 Tage alt sind, auf die Leserwanderung gingen, war aber Premiere. Und diese Premiere liessen sie sich auch nicht vom schlechten Wetter verderben.

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