Baden/Frick

Zwei Einbrüche innert kurzer Zeit: Einbrecher scheitert am Panzerglas

Die Panzerglasscheibe am Eingang zur Bijouterie hielt den Einbrecher auf.

Die Panzerglasscheibe am Eingang zur Bijouterie hielt den Einbrecher auf.

Innerhalb von wenigen Tagen kam es in Baden und Frick zu Einbrüchen in Bijouteriegeschäfte.

Es ist bereits der zweite Fall innerhalb von nur wenigen Tagen. Nachdem Diebe vergangene Woche schon in eine Badener Bijouterie eingebrochen waren, traf es nun das Uhren-, Schmuck- und Optikergeschäft Frey an der Fricker Hauptstrasse.

In der Nacht auf Montag um 2.30 Uhr ging bei der Notrufzentrale der Kantonspolizei ein Einbruchalarm aus der Bijouterie ein. Mehrere Polizeipatrouillen rückten daraufhin aus und stellten vor Ort fest, dass ein Fenster sowie im Innern des Gebäudes – direkt anliegend an die Bijouterie gibt es ein Reisebüro – mehrere Türen ausgewuchtet worden waren. Vom Täter aber fehlte zunächst jede Spur.

Ohne Licht am Auto am Tatort vorbei

Auch Peter Frey, Inhaber des betroffenen Geschäfts, wurde mitten in der Nacht vom Einbruchalarm geweckt. Er hat sich bereits die Aufnahmen der Überwachungskamera angeschaut. «Der Einbrecher hat offensichtlich versucht, durch die Räumlichkeiten des Reisebüros in unser Geschäft zu gelangen», sagt Frey.

Eine Panzerglasscheibe hatte er dabei bereits aus dem Weg geräumt, an der Glastüre zur Bijouterie scheiterte er dann allerdings. «Nach einigen Versuchen, diese ebenfalls aufzubrechen, gab er auf und flüchtete zurück durch das Reisebüro.»

Kurz nach dem Einbruch konnte der mutmassliche Täter dann gefasst werden. Die Polizeibeamten waren noch vor Ort, als ihnen ein Auto mit italienischen Kontrollschildern auffiel. Der Lenker war ohne Licht unterwegs und wollte direkt am Tatort vorbeifahren.

Der 28-jährige Mazedonier wurde zur Kontrolle angehalten und aufgrund dringenden Tatverdachtes festgenommen, schreibt die Kantonspolizei in einer Mitteilung. Sie hat die Ermittlungen aufgenommen. Geklärt wird unter anderem, ob der mutmassliche Täter auch für andere Delikte verantwortlich ist – so etwa für einen Einbruch vor wenigen Tagen in Baden, wie Aline Rey, Sprecherin der Kantonspolizei bestätigt.

Einige tausend Franken Sachschaden

Peter Frey reagiert gefasst auf den Vorfall. Es sei nicht der erste Einbruch, den er erlebe. Vor knapp 20 Jahren, als seine Eltern noch das Geschäft führten, schlugen Einbrecher die Schaufenster zum Laden ein und erbeuteten Uhren und Schmuck.

«Wir sind deshalb zunächst einfach froh, dass nichts gestohlen wurde», sagt Frey. «Das zeigt uns, dass unsere umfassenden Sicherheitsvorkehrungen greifen.» Dazu gehören unter an­derem Sicherheitsstore vor den Schaufenstern, Panzerglasscheiben sowie die Alarmanlage. Dankbar ist er ausserdem der Polizei. «Die Beamten waren schnell vor Ort», sagt er.

Nun kümmert er sich um den entstandenen Sachschaden. Frey kann diesen noch nicht genau beziffern, schätzt ihn aber auf einige tausend Franken. Am Montagnachmittag sind Handwerker damit beschäftigt, die beschädigten Türen, Panzerglasscheiben und Fenster zu reparieren oder ersetzen.

Schon heute Dienstag soll im Geschäft von Peter Frey wieder der Alltag einkehren. «Wir schauen vorwärts», sagt er.

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