Laufenburg

Ziele für Bebauung formuliert: Das ehemalige Hotel «Schützen» könnte abgerissen werden

Der «Schützen» ist seit einem Brand 2018 unbewohnbar.

Der «Schützen» ist seit einem Brand 2018 unbewohnbar.

Auf dem «Schützen»-Areal soll eine ÖV-Drehscheibe mit P+R-Anlage entstehen. Ein Abriss des ehemaligen Hotels ist nicht ausgeschlossen.

Der Stadtrat hat die Zielsetzung für die Machbarkeitsstudie für die Überbauung des «Schützen»-Areals formuliert. Gemäss Vizeammann Meinrad Schraner soll an der nächsten Gemeindeversammlung für deren Durchführung ein Kredit traktandiert werden.

Zur Erinnerung: Der Souverän genehmigte im Juni 2019 den Kauf der Liegenschaft des ehemaligen Hotels Schützen in Höhe von rund 1,7 Millionen Franken. Der Erwerb des Areals ist für die Entwicklung der Gemeinde von hoher Bedeutung, standen der Stadt zuvor doch kaum noch Grundstücke für öffentliche Bauten zur Verfügung.

Eine Vorgabe in der Machbarkeitsstudie ist es, eine Lösung für das Erstellen einer funktionierenden ÖV-Drehscheibe mit Park+Ride-Anlage zu finden. «Besucher und Pendler müssen die Möglichkeit haben, auf den Halbstundentakt oder die Buslinien umzusteigen», so Schraner.

«Schützen» momentan noch geschützt

Aufgrund der benötigten Anzahl an Stellplätzen für die Park+Ride-Anlage sei es denkbar, dass ein Parkhaus errichtet werden muss, so Schraner. «Nicht auszuschliessen ist es, dass der ‹Schützen› abgerissen werden muss.» Das Gebäude ist zwar im Bauinventar des Kantons aufgelistet, gemäss einer von der Gemeinde in Auftrag gegebenen Studie ist die Schutz­fähigkeit wegen zahlreicher Umbaumassnahmen aber in Frage gestellt. Momentan steht der «Schützen» noch unter kommunalem Schutz. Bei einer« Aufhebung dieses Schutzes kann der Stadtrat mitentscheiden.

Voraussetzung ist es auch, so Schraner, eine Lösung für eine sichere Querung für den Langsamverkehr über die Winterthurerstrasse aufzuzeigen. Denkbar sei hier, dass lösungsabhängig Personen via Lift im Parkhaus auf Höhe einer Strassenüberführung gebracht würden.

Es geht auch um Schulraumpotenzial

Eine weitere Aufgabe betrifft die Schule Burgmatt, die gegenüber dem «Schützen» liegt. «Es geht um das Schulraumpotenzial. Wie viele Schüler können auf dem Areal Burgmatt unterrichtet werden und welcher Raum steht dafür zur Verfügung», sagt Schraner. Allenfalls könnten einer Schulraumerweiterung die rund 50 Parkplätze auf dem Areal Burgmatt Süd zum Opfer fallen, für deren Kompensation die Parkierungsmöglichkeiten auf dem «Schützen»-Areal infrage kommen.

Schraner geht davon aus, dass die Studie rund ein halbes Jahr in Anspruch nehmen wird. «Die Aufgabenstellung ist anspruchsvoll und spannend zugleich», sagt er. Läuft alles nach Plan, so sei die Bebauung des Areals im Jahr 2024 realisiert.

Der Baukredit für den «Adler» soll bereits an der nächsten Gemeindeversammlung beantrag werden. 15 bis 18 Monate sollen die Bauarbeiten an der Liegenschaft am Marktplatz dauern. Das Erdgeschoss soll auch nach der Sanierung als Restaurant genutzt werden. Das Dachgeschoss soll zu weiterem Wohnraum ausgebaut werden.

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Autor

Dennis Kalt

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