Eigentlich hätte am Dienstagabend vom Zeiher Homberg aus ein grüner Laserstrahl bis zum Kaistenberg leuchten sollen. Anstatt, wie angekündigt, Vano Soleymani bei den Vorbereitungsarbeiten für die grosse Show auf dem Homberg zu treffen, stand die Journalistin alleine im leeren und dunklen Wald. «Wir haben uns kurzfristig entschieden, die Lasershow abzusagen und zu verschieben», so Vano Soleymani am Telefon.

«Der Grund für diese unerwartete Änderung war, dass die Gemeinde Thalheim die bereits erteilte Fahrbewilligung auf den Homberg kurzfristig zurückgezogen hat.»

Skyguide und Rega informiert

Um eine Lasershow dieser Grösse durchzuführen, braucht es eine Bewilligung der betroffenen Gemeinde. In diesem Fall ist dies Thalheim, da der geplante Laserstandort auf Thalner Boden steht. Gemeindeammann Roland Frauchiger: «Wir haben die bereits erteilte Fahrbewilligung kurzfristig zurückgezogen, da uns klar geworden ist, dass es weitere Abklärungen braucht.»

Grundsätzlich sei die Gemeinde Thalheim nicht gegen eine Lasershow, aber um die Bewilligung zu erteilen, brauche es vor der geplanten Veranstaltung ein offizielles Gesuch. «Bei einem positiven Entscheid unsererseits, gehen wir davon aus, dass die betroffenen Gemeinden die Bevölkerung vorgängig informieren möchten.»

Herzstück des Kunstprojektes ist ein 70 Kilogramm schwerer und fast 58 000 Franken teurer Laser der Firma Kvant. «Einer der stärksten Laser, die es gibt auf der Welt», so Soleymani von der Firma Nova Event in Zeihen. Die Firma Kvant hat ihren Hauptsitz in der Slowakei und den Laser extra für das Projekt auf dem Zeiher Homberg hergestellt. «Wir möchten den Menschen zeigen, dass ein Laser auch eine künstlerische Seite haben kann und mehr ist als die kleinen Laserpointer oder Lasershows, wie man sie aus Diskotheken kennt.»

Wenn der Laser auf voller Leistung läuft, hat er eine Reichweite von rund 50 Kilometern. «Sicherheit steht bei mir an erster Stelle. Deshalb wird der Laser auf eine schwächere Leistung eingestellt. Die Distanz zwischen Homberg und Kaistenberg beträgt rund zehn Kilometer und wir arbeiten auch aus Sicherheitsgründen mit speziellen Linsen.» Grundsätzlich auf das Thema Verletzungsgefahr durch Laser angesprochen, meint Soleymani: «Wie gefährlich ein Laser ist, hängt immer davon ab, wie qualifiziert die Person ist, die ihn bedient. Auch mit einem kleinen Laser kann man Schaden anrichten, wenn man etwas falsch macht.»

Da der Laser eine grosse Leuchtkraft besitzt, hatte Vano Soleymani sein Projekt bereits bei Skyguide und Rega angemeldet. «Ich gebe für solche Projekte immer mehrere Notfallnummern an, sodass uns die zuständige Flugsicherung bei einem Notfallflug erreichen könnte, damit wir den Laser sofort abstellen könnten.»

Vano Soleymani möchte das Kunstprojekt unbedingt in einigen Wochen durchführen. «Ich habe am Mittwoch bei der Gemeinde Thalheim eine offizielle Anfrage wegen der Bewilligung eingereicht.»