«Fricktal tanzt»

«Wir möchten das Risiko so gering wie möglich halten»: Organisatoren äussern sich zur Kritik am Tanzfest

Letztes Jahr fanden sich rund 300 Besuchern im Bahnhofssaal ein.

Letztes Jahr fanden sich rund 300 Besuchern im Bahnhofssaal ein.

Mit «Fricktal tanzt» in Rheinfelden findet am Wochenende einer der ersten Events seit dem Coronaausbruch statt. Die Veranstalter äussern sich nun zum Schutzkonzept und der Kritik an der Durchführung.

Am Wochenende findet in der Kurbrunnenanlage das Sommer-Tanzfest des Vereins «Fricktal tanzt» statt. Es ist der erste grössere Event in der Region seit Ausbruch der Coronapandemie. Entsprechend wird vieles etwas anders sein. Und deshalb mischt sich bei den Organisatoren Sabine und Däni Anderhub in die Vorfreude auch ein wenig Anspannung. «Es gibt Unwägbarkeiten. Etwa, was den Besucherandrang angeht. Aber auch, wie sich unser Sicherheitskonzept in der Realität bewährt», sagt Däni Anderhub.

Das von der Polizei geprüfte Schutzkonzept umfasst mehrere Seiten. So ist unter anderem festgeschrieben, dass sich die maximal 250 Gäste im Aussen- und je 100 Gäste im Innenbereich nur in den ihnen zugeteilten Sektoren aufhalten dürfen. Verlassen sie ihren Sektor, etwa für den Gang zur Toilette oder an die Bar, müssen sie Abstand halten oder eine Maske tragen. Die Besucher müssen sich zudem allesamt registrieren.

«Wir sind überzeugt, dass wir alles gemacht haben, um den Event so sicher wie möglich zu gestalten», sagt Sabine Anderhub. Trotzdem ist auch ihnen nicht entgangen, dass in den vergangenen Tagen vereinzelt kritische Stimmen laut wurden. In einem Leserbrief etwa warf ein Rheinfelder den Organisatoren vor, ein Tanzevent sei in der jetzigen Situation nicht verantwortbar. «Uns ist bewusst, dass wir im Fall einer Ansteckung am Tanzfest rasch kritisiert werden könnten», sagen Anderhubs. Aber: «Das Virus wird nicht von heute auf morgen verschwinden. Wir müssen lernen, damit zu leben – und dazu gehören für uns auch Anlässe. Das sind Inseln, wo Menschen dem Alltag entfliehen können.» Das brauche es jetzt, vielleicht sogar mehr denn je. «Immer natürlich mit dem Anspruch, das Risiko so gering wie möglich zu halten und die Auflagen der Behörden umzusetzen.»

«Die Menschen möchten wieder rausgehen»

Bestätigt sehen sich die Organisatoren durch den Zuspruch, den sie erhalten haben. «Eine Kollegin etwa hat gesagt, sie komme ans Tanzfest, weil sie genau wisse, dass wir alles dafür tun, dass der Anlass sicher ist», sagt Sabine Anderhub. Hinzu kommt der Vorverkauf. Der Paartanz-Event vom Samstag ist bereits seit Tagen ausverkauft, für den Freitag gibt es nur noch einzelne Tickets. Für die jeweils parallel in einem anderen Saal stattfindende «PartyNight» sind dagegen noch einige Tickets erhältlich. «Wir sind mit dem Vorverkauf aber zufrieden. Es zeigt, dass die Menschen durchaus das Bedürfnis haben, wieder rauszugehen, etwas zu erleben und sich zu bewegen», sagt Däni Anderhub.

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Autor

Nadine Böni

Nadine Böni

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