Kreisel Eiken

«Wir gehen davon aus, dass wir gut einen Monat schneller fertig werden als geplant»

Im Oktober sollen die Arbeiten am Kreisel beim Autobahnzubringer abgeschlossen werden.

Im Oktober sollen die Arbeiten am Kreisel beim Autobahnzubringer abgeschlossen werden.

Das Bundesamt für Strassen kann voraussichtlich vier Wochen früher als geplant die Arbeiten am Eiker Kreisel beenden.

Das Bundesamt für Strassen (Astra) setzt beim Bau des Kreisels am Autobahnzubringer in Eiken zum Schlussspurt an. «Wir gehen davon aus, dass wir gut einen Monat schneller fertig werden als geplant», sagt Astra-Sprecherin Tanja Crnogorac. Unter anderem habe man gewisse Arbeiten vorverlegt, was sich aufgrund der Witterung als richtige Entscheidung erwiesen habe. Die Fertigstellung werde sich damit voraussichtlich von November auf Oktober nach vorne verschieben. Der 3,8 Millionen Franken teure Kreisel ersetzt die ehemalige Lichtsignalanlage und soll am hochfrequentierten Verkehrsknoten für einen zügigeren Abfluss des Verkehrs sorgen.

Das Astra hofft, dass das Wetter mitspielt

Derzeit werden an drei Ästen des Kreisels Belagsarbeiten ausgeführt. Nach aktuellem Bauprogramm wird die letzte Belagsschicht am 8. September eingebaut – sofern das Wetter mitspielt. «Gemäss Norm benötigt der Unternehmer eine Bodentemperatur von etwa 15 Grad Celsius. Regen ist beim Einbau nicht erwünscht», sagt Crnogorac. Sollte das Wetter nicht mitspielen, werde man den Einbau des Deckbelags um eine Woche nach hinten verschieben. Für die Fertigungsarbeiten würde man anschliessend vier bis sechs Wochen benötigen, so Crnogorac. In dieser Zeit werden etwa die Bankette erstellt und der Verkehrsknoten neu ausgeschildert.

Hinsichtlich der Bauarbeiten zieht das Astra ein positives Zwischenfazit. «Während der Bauzeit ist es zu keinen Verkehrsbehinderungen gekommen», sagt Crnogorac. Verantwortlich hierfür sei in erster Linie der grosse Hilfskreisel gewesen, der für die Verkehrsführung um den im Inneren zu bauenden Kreisel provisorisch errichtet worden sei. «Es gab vor Ort positive Rückmeldungen für dieses Vorgehen», so Crnogorac. Einzig zu Beginn der Hauptarbeiten, als im März das Astra die Lichtsignalanlage demontieren liess, kam es zu einem längeren Rückstau, woraufhin ein Verkehrsdienst eingesetzt werden musste.

Klarer Gegner des Astra-Projekts ist der Eiker Gemeinderat. Gegen das entsprechende Baugesuch legte er im Herbst 2016 Einsprache beim Eidgenössischen Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation ein. Dies, weil er befürchtete, dass die gesteigerte Durchflussrate durch den Kreisel am Verkehrsknoten dazu führt, dass der Rückstau am Nadelöhr von der Laufenburger- zur Hauptstrasse im Dorf erheblich zunimmt.

Diese Befürchtungen scheinen sich jedoch nicht zu bewahrheiten. So führte das Astra während der Hauptverkehrszeiten zwei punktuelle Verkehrszählungen im Perimeter des Hilfskreisels durch. «Diese ergaben die gleichen Rückstaulängen wie zuvor bei der Lichtsignalanlage», sagt Crnogorac.

Ein wenig Geduld ist nochmals gefragt

Insofern der Deckbelag ab dem 8. September eingebaut wird, müsse man nochmals punktuell auf einen Verkehrsdienst zurückgreifen, sagt Crnogorac. «Den Deckbelag möchten wir möglichst rasch und in wenigen Etappen auftragen, sodass der heisse Teer an den Rändern der einzelnen aufgetragenen Spuren miteinander verschmelzen kann.» So könne es aufgrund der Baufahrzeuge, vorkommen, dass sich die Autofahrer ein wenig gedulden müssten.

Das Astra wird auf dem Kreisel einen schlichten Erdwall erstellen. «Die Gemeinde Eiken wurde in der Projektierungsphase informiert, einen Kreiselschmuck nach unseren Vorgaben zu erstellen», sagt Crnogorac. Bisher habe man von der Gemeinde in dieser Hinsicht jedoch noch nichts gehört. «Kahl wird der Kreisel nicht bleiben», sagt der Eiker Gemeindeammann Stefan Grunder. «Wir müssen diesbezüglich jedoch erst noch einige Abklärungen machen.»

Autor

Dennis Kalt

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