Wegenstetten/Hellikon
Wegenstetten und Hellikon planen eine Schulfusion

Ab Sommer 2014 gehen Schüler im Aargau neu sechs Jahre in die Primarschule. Änderungen stehen an. Geplant ist eine Fusion der Schulen Wegenstetten und Hellikon, wo im Gegensatz zu Wegenstetten das Schulhaus platzmässig noch nicht ausgelastet ist.

Marc Fischer
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Es ist geplant, dass die 3. bis 6. Klasse im Schulhaus in Hellikon unterrichtet wird. AZ-Archiv

Es ist geplant, dass die 3. bis 6. Klasse im Schulhaus in Hellikon unterrichtet wird. AZ-Archiv

Ab dem Sommer 2014 besuchen die Schüler im Aargau sechs Jahre die Primarschule und anschliessend drei Jahre die Oberstufe. Seit Längerem sind Behörden und Schulleitungen mit Planungen für diesen Systemwechsel betraut. Hellikon und Wegenstetten beispielsweise planen eine gemeinsame Primarschule, wie Recherchen der Aargauer Zeitungen ergaben.

«Derzeit ist die Oberstufe im Möhlintal an drei Standorten beheimatet», erklärt der Wegenstetter Gemeindeammann Willy Schmid den Ist-Zustand. «Wegenstetten und Zeiningen führen je zwei Abteilungen der Sekundarschule doppelt, alle übrigen Klassen werden in Möhlin unterrichtet.» Mit dem Wechsel des Schulsystems fällt der Oberstufenstandort Zeiningen weg. «Die drei Klassen werden jeweils doppelt in Wegenstetten geführt», bestätigen Willy Schmid und der Zeininger Schulpflegepräsident Hans Wagner übereinstimmend. In Zeiningen wird so – und voraussichtlich mit einem leichten Umbau des Schulhauses – Platz geschaffen für die sechste Primarschulklasse. «Die baulichen Anpassungen werden nicht gross sein, es geht um die Schaffung von Gruppenräumen», so Hans Wagner. Er kann überdies vermelden, dass die Planungen in Zeiningen vergleichsweise weit fortgeschritten seien. «Wir werden in Zeiningen künftig etwas weniger Lehrkräfte beschäftigen können», so Wagner, «auch diesbezüglich werden derzeit Überlegungen angestellt und Gespräche geführt.»

Sechs Oberstufenklassen

Mit neu sechs Oberstufenklassen musste sich auch die Gemeinde Wegenstetten weitere Gedanken zur Schulraumplanung machen – und fand eine «Win-win-Situation», wie es Gemeindeammann Schmid ausdrückt. Geplant ist eine Fusion der Schulen Wegenstetten und Hellikon, wo im Gegensatz zu Wegenstetten das Schulhaus platzmässig noch nicht ausgelastet ist. Wie Willy Schmid und der Helliker Schulpflegepräsident Adrian Francke betonen, bleiben die Kindergärten dabei in den jeweiligen Dörfern. «Für die Primarschule ist angedacht, dass die 1. und 2. Klasse in Wegenstetten unterrichtet wird und die 3. bis 6. Klasse in Hellikon», so Francke. Allerdings sei diese Aufteilung noch nicht in Stein gemeisselt, so Willy Schmid und Francke seinerseits ergänzt: «Auch der Entscheid ob Einzelklassen oder altersdurchmischte Klassen gebildet werden, ist noch ausstehend.» Dies bestätigt auch Schulleiter Patrick Geiger, der schon heute Schulleiter von beiden Primarschulen ist: «Der Zusammenschluss ermöglicht beide Varianten.» Soweit Zahlen vorliegen, zeigten diese, dass künftig die Gemeinden Hellikon und Wegenstetten gemeinsam die Mindestanzahl für Jahrgangsklassen erfüllen.

Abhängig ist der geplante Primarschulkreis von der Zustimmung der Gemeindeversammlung. «Der Vertrag wird an der Gemeindeversammlung vom 19. Juni vorgelegt, in beiden Gemeinden gleichzeitig», so Willy Schmid. In Hellikon wird dann auch noch ein weiteres Geschäft behandelt, das die Schule betrifft. Im vergangenen November wurde nämlich ein Projektierungskredit für einen Turnhallenanbau mit Kochschule und Mehrzweckraum für die Gemeinde gutgeheissen.

Im Juni wird nun der Baukredit vorgelegt. Der Neubau einer Kochschule ist für die Oberstufe nötig, die Sekundarschüler des Standortes Wegenstetten würden künftig in Hellikon die Kochschule besuchen. «Bis anhin nützten wir die Kochschule in Zeiningen», so Willy Schmid, der weiter ausführte, dass auch einige Werk-Lektionen künftig in Hellikon stattfinden würden.