Wegenstetten
«Es Büchsli do, en Zigi det»: Mit einem Radiospot gegen Littering

Die Arbeitsgruppe Sauberes Fricktal und der Bauernverband Aargau wollen mit einem Radiospot und einem Kurzfilm auf das Littering-Problem ausserhalb des Siedlungsraums aufmerksam machen.

Horatio Gollin
Drucken
Teilen
Die Arbeitsgruppe Sauberes Fricktal und der Bauernverband Aargau wollen mit einem Radiospot und einem Kurzfilm auf das Littering-Problem ausserhalb des Siedlungsraums aufmerksam machen. Auf dem Bild sind (v.l.): Daniel Schreiber, Helene Bigler Brogli, Tommy Freiermuth und Stefan Schreiber.

Die Arbeitsgruppe Sauberes Fricktal und der Bauernverband Aargau wollen mit einem Radiospot und einem Kurzfilm auf das Littering-Problem ausserhalb des Siedlungsraums aufmerksam machen. Auf dem Bild sind (v.l.): Daniel Schreiber, Helene Bigler Brogli, Tommy Freiermuth und Stefan Schreiber.

Horatio Gollin

Der Kurzfilm zeigt einen Bordstein und eine geöffnete Autotür. Eine Getränkedose fliegt raus. Es wird ein Wanderweg eingeblendet. Ein Zigarettenstummel wird von einem Schuh ausgetreten. Aus dem Off kommentiert eine Sprecherin:

«Es Büchsli do, en Zgi det, scho landet alles bim Bur im Fäld und im Mage vonere Chueh. Entsorget Sie Ihre Abfall unterwägs korrekt und setzed so es Zeiche gege Littering. Für suberi Fälder und Wiese! Burefamilie fröits.»

Der knapp zwanzig Sekunden dauernde Film steht unter der Hoheit des Bauernverbandes Aargau (BVA). Einen Radiospot mit gleichlautender Botschaft präsentiert die Arbeitsgruppe Sauberes Fricktal zu ihrem elften Aktionsmonat.

«Littering ist vor allem für Bauern ein Problem»

Ab dem 3. Mai laufen Film und Spot für drei Wochen fünfmal am Tag als visuelle und akustische Botschaften auf TeleM1 und Radio Argovia, um den Menschen vor Augen zu führen, dass auch ausserhalb des Siedlungsraums ein Littering-Problem besteht, erklärt Helene Bigler Brogli, U-Büro der AG Sauberes Fricktal, bei der Präsentation auf dem Gründelematthof in Wegenstetten.

«Littering ist vor allem für Bauern ein Problem», sagte Tommy Freiermuth, Präsident der AG Sauberes Fricktal. An nationalen Strassen werde im Jahr pro Fahrkilometer eine Tonne Abfall eingesammelt.

Den Menschen bewusst machen, was sie tun

Es gehe darum, den Menschen bewusst zu machen, was sie tun, wenn sie eine Getränkedose aus Aluminium ins Feld werfen. Die AG hatte im vergangenen Jahr einen runden Tisch mit der Regionalpolizei Oberes Fricktal und Unteres Fricktal, dem BVA, der Interessengemeinschaft saubere Umwelt und dem Jurapark Aargau veranstaltet.

Im Ergebnis zeigte sich, dass Bussen alleine nicht zielführend seien, da sie nur schwer umzusetzen sind. «Wir sind zu dem Schluss gekommen, dass man kontinuierlich auf verschiedenen Ebenen für das Thema sensibilisieren muss», so Bigler Brogli.

Daraufhin hatte die AG im Januar entschieden, in Coronazeiten eine coronataugliche Aktion in Form des Radiospots durchzuführen. Film und Spot werden auch Gemeinden zur Verfügung gestellt.

Im Film wie im Radiospot ist die gleiche Profisprecherin zu hören. Die Message durfte angesichts der kurzen Dauer nicht zu kompliziert sein, meint Daniel Schreiber, Vorstandsmitglied des BVA.

Der BVA befasse sich schon seit fünf Jahren mit dem Littering-Problem in der Landwirtschaft. Ein grosses Problem bestehe an den Kantonsstrasse, obwohl dort zwei bis drei Meter am Rand gereinigt werden, aber der Wind trägt vieles in die landwirtschaftlichen Flächen.

«Heute macht man noch viel Handarbeit auf dem Hof. Ein Teil davon ist, die Felder zu säubern», erklärte Stefan Schreiber, Gastgeber und Betriebsführer des Gründelematthofs. An Wanderwege sei es weniger schlimm als an Strassen. Besonders für Kühe sei der Abfall gefährlich, da diese nicht darauf achteten, was sie verschlingen.

Aktuelle Nachrichten