Hochwasser
Wallbach will sich mit fester Installation dauerhaft vor dem Rhein schützen

Die orangen Beaver-Elemente beweisen sich bei Hochwasser in Wallbach als wertvoller Schutz gegen die Wassermassen. Doch der Auf- und Abbau ist umständlich. Besser wären feste Schutzmassnahmen – solche werden denn auch im Moment geplant.

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Am Dienstagnachmittag am Wallbacher Rheinufer
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Der Rhein bei Wallbach
Wallbach will sich mit fester Installation dauerhaft vor dem Rhein schützen

Am Dienstagnachmittag am Wallbacher Rheinufer

Susanne Hörth

„Wallbach - eine ruhig und idyllisch am Rheinbogen gelegene Oase“ beschreibt sich die Fricktaler Gemeinde zutreffend auf ihrer Website. Der Rhein sorgt aber auch regelmässig dafür, dass die Idylle kurzfristig gestört wird.

Dann, wenn bei Hochwasser Überschwemmungen drohen. Erst letzte Woche mussten sogenannte Beaver (orange Schläuche als Schutz vor dem steigenden Flusswasser) angefordert werden. Ob diese auch in diesen Tagen notwendig werden, wird in den nächsten Stunden entschieden.

Nachhaltige Lösung erwünscht

Stets auf temporäre und zeitaufwändige Schutzmassnahmen setzen will die Gemeinde nicht. Wie Gemeindeschreiber Thomas Zimmermann gegenüber der az erklärt, ist zurzeit ein Geologe mit den Gemeindeverantwortlichen daran, den Untergrund des immer wieder betroffenen Rheinuferabschnittes zu prüfen.

Bereits 2010 hat das Wallbacher Stimmvolk einem Planungskredit für die Erstellung einer Schutzmauer von rund 600 Meter Länge (Abschnitt Pontonierdepot bis Gebiet Chalch) zugestimmt.

Gutheissen wurde dann im November 2012 auch der entsprechende Projektierungskredit von 125000 Franken. Zurzeit laufen, so Thomas Zimmermann die intensiven Vorabklärungen. Erst wenn der Baugrund, die möglichen weiteren Auswirkungen der angedachten Massnahme bekannt sind, kann das eigentliche Bauvorhaben in die nächste Planungsphase gehen.

Mauer mit Dammbalkensystem

„Die Idee ist, eine 50 bis 60 Zentimeter hohe Grundmauer zu bauen. Darauf wird ein Geländer befestigt. Dieses dient dann als Halterung für das geplante Dammbalkensystem.“ Damit sind Alluminiumelemente gemeint, welche die Gemeinde Wallbach ebenfalls beschaffen will und die bei Hochwassergefahr in die vorhandenen Halterungen eingebracht werden können.

Bis alle Abklärungen abgeschlossen sind, die Gemeinde wie auch Kanton und Bund ihr Einverständnis zur geplanten Schutzmauer mit Dammbalkensystem abgegeben haben, wird es noch dauern.

Es wird sicherlich zweite Hälfte 2015 bis die Mauer am Wallbacher Rheinufer zwischen Pontonierdepot und Gebiet Chalch errichtet werden kann.

Bis diese feste Schutzmassnahme steht, muss die Gemeinde nach wie vor auf temporäre Vorrichtungen wie die erwähnten Beaver zurückgreifen.

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