Coronavirus

Viele Grossanlässe im Fricktal stehen auf der Kippe – doch die Vorbereitungen laufen weiter

Die «Chilbi» in Kaiseraugst steht auf der Kippe.

Die «Chilbi» in Kaiseraugst steht auf der Kippe.

Wegen des Coronavirus ist vieles noch fraglich. Die Veranstalter gehen die Vorbereitungen für Grossanlässe daher vorsichtig an. Dennoch bleiben manche auch kämpferisch.

Ja, es gibt bestimmt einfachere Aufgaben, als derzeit einen Grossanlass zu planen. Angesichts der Coronapandemie ist unklar, ob und wie sie in den kommenden Monaten durchgeführt werden können. Das trifft auch die Veranstalter in der Region – vom «Zeiniger Märt» über die «Chaiseraugschter Chilbi» und die «Hela» in Laufenburg bis hin zu den verschiedenen Weihnachtsmärkten und anderen Adventsanlässen, etwa dem «Weihnachtsfunkeln» in Rheinfelden.

«Die derzeit geltenden Hygienevorschriften, Abstandsregeln und Bestimmungen zur Rückverfolgung der Besucher sind bei einem Anlass wie einem Markt kaum oder nur mit einem grossen Aufwand umzusetzen», sagt Daniel Müller vom Verein Gewerbe Region Frick-Laufenburg (Geref), der die Weihnachtsmärkte in Frick und Laufenburg organisiert. Mit dieser Problematik sehen sich auch andere Veranstalter konfrontiert.

Vielerorts geht man die Vorbereitungen deshalb vorsichtig an. Etwa bei der «IG Chilbi» in Kaiseraugst. «Wir warten auf einen Entscheid der Gemeinde, ob sie den Anlass grundsätzlich bewilligen würde», sagt Kimon Sorg. Dieser fällt Ende Juli. Erst danach soll gemeinsam mit den Teilnehmern darüber entschieden werden, ob die «Chilbi» Ende Oktober stattfindet oder nicht. «Wir müssen auch prüfen, ob die personellen und finanziellen Ressourcen genügen, um die allfälligen Auflagen umzusetzen», erklärt Sorg.

Provisorische Anmeldungen für Weihnachten

In Laufenburg laufen die Planungen für die «Altstadtweihnacht» derweil vorerst weiter. Nach den Sommerferien etwa werden die Anmeldetalons an die Teilnehmer verschickt – mit dem Vermerk, dass die Anmeldung provisorisch ist und der Anlass auch kurzfristig abgesagt werden kann. «Unser Ziel ist es, eine wundervolle, märchenhafte und grenzüberschreitende Altstadtweihnacht durchzuführen», sagt René Leuenberger vom Geref. Auch Daniel Müller gibt sich kämpferisch: «Wir werden im Rahmen des Möglichen alles dafür tun, dass der Weihnachtsmarkt stattfinden kann.» Sowohl Müller als auch Leuenberger betonen aber: «Wir werden keine Risiken eingehen. An erster Stelle steht die Gesundheit der Bevölkerung.»

Ähnlich tönt es in Rheinfelden. Aus heutiger Sicht sei fraglich, ob das «Weihnachtsfunkeln» in der bisherigen Form durchgeführt werden könne, sagt Stadtschreiber Roger Erdin. Der Stadtrat wird im September darüber entscheiden, ob die Planung fortgesetzt wird. Schon Ende Juli möchten die Organisatoren der Herbstmesse in Laufenburg (Hela) bekanntgeben, ob der Anlass stattfinden kann. Beim «Zeiniger Märt» – er wäre für den 26. September geplant – fällt die Entscheidung schon in diesen Tagen. Es wäre das erste Mal in der über 30-jährigen Geschichte des Markts, dass er komplett abgesagt wird. (nbo)

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