Region

Viel Volk an den Fricktaler Fasnachtsanlässen dank Wetterglück

Die Fasnachtsumzüge im Fricktal – im Bild der Umzug in Laufenburg – rollten ohne Probleme über die Strassen.

Die Fasnachtsumzüge im Fricktal – im Bild der Umzug in Laufenburg – rollten ohne Probleme über die Strassen.

In fünf Fricktaler Fasnachtshochburgen bilanzieren die Verantwortlichen eine durchweg positive fünfte Jahreszeit.

Die Fricktaler Fasnächtler räumen auf und freuen sich über eine harmonische fünfte Jahreszeit, die auch ein verregneter Umzug am Dienstag diese Woche nicht trüben konnte. Während der Geist des «Chaischter Haldejoggeli» am Dienstag wieder in die Flasche zurück verbannt wurde, brannte Frau Fasnacht in Rheinfelden schon am Sonntagabend. Gestern am Aschermittwoch setzten die Laufenburger den Böögg und die Kaiseraugster die Fasnachtspuppe auf dem Rheinfloss in Flammen. In Möhlin hielt der Bürkligeist nach einem Trauerumzug die Endproklamation.

Alle fünf Fricktaler Fasnachtshochburgen freuten sich über mehrheitlich freundliches Wetter und grossen Besucherandrang. «Am Internationalen Narrentreffen begrüsste ich mit 3000 Narren rund 20000 Besucherinnen und Besucher unter strahlend blauem Himmel», sagt Fredy Böni, Gemeindeammann Möhlins und Schirmherr des Narrentreffens.

Auch Roman Maier, verantwortlich für die Sicherheit an der Laufenburger Städtlefasnacht, bringt den guten Umsatz an den drei Laufenburger Grossanlässen mit den milden Temperaturen in Zusammenhang. Ein Erfolg seien auch die Mehrwegbechern. In den Strassen sei sichtbar weniger Müll gelegen. Beziffern lässt sich die Quantität nächste Woche, wenn die Mulde abgeholt wird.

Mathias Hassler, Obmann der Fasnachtsgesellschaft von Kaiseraugst, kann sich vorstellen, künftig ebenfalls Mehrwegbecher einzusetzen. Er denkt dabei an den grossen Fasnachtsumzug vom Samstag. Am diesjährigen Umzug gestört hat ihn das Verteilen von kleinen gläsernen Likörflaschen, die oft zerschmettert am Boden endeten. Auch Hassler bilanziert eine durchweg positive Fasnacht mit viel Volk auf dem Schulhausplatz und an der Beizenfasnacht. 1000 Plaketten wurden verkauft. Zwischenfälle seien ihm keine bekannt.

«Trotz Ferien kam viel Publikum nach Kaisten», sagt Marco Zaugg, Präsident der Chaischter Haldejoggeli. Durch einen erfolgreichen Spendenaufruf konnten die Kaister am zweiten Faissen ihre neuen Kleider präsentieren.

Auch Urs Zumsteg von der Fasnachtsgesellschaft in Rheinfelden thematisiert ausgebuchte Schnitzelbänke, volle Bühnen am Guggenkonzert, ein gut besuchter Fackelumzug sowie 1000 aktive Fasnächtler am grenzüberschreitenden Umzug am Sonntag. Wegen der Ferien hatte es etwas weniger Besucher.

Positives Fazit aus polizeilicher Sicht

Werner Bertschi, Chef der Regionalpolizei Oberes Fricktal, spricht von einer erfolgreichen Zusammenarbeit mit dem OK der Städtlefasnacht. «Auch mit den deutschen Kollegen standen wir in intensivem Kontakt und sprachen unsere Einsätze über die Landesgrenze hinweg ab», schildert er. Anlässlich des grenzüberschreitenden Fasnachtsumzugs am Sonntag ging in Laufenburg ein vierjähriger Knabe verloren, der jedoch rasch wieder gefunden werden konnte.

«Im Unteren Fricktal bewegten sich die Polizeiinter­ventionen im Rahmen der ­Vorjahre», sagt Roger Erdin, Stadtschreiber Rheinfeldens. So musste die Regional­­- polizei unter anderem zwei Mal wegen Schlägereien aus­rücken.

Miriam Crespo vom Gesundheitszentrum Fricktal erwähnt nur fünf Patienten, die wegen Alkoholeinflusses ins Spital gebracht worden sind.

Verwandtes Thema:

Meistgesehen

Artboard 1