Bereits vor gut zwei Wochen wollte Vano Soleymani von der Firma Nova Event in Zeihen sein Laser-Kunstprojekt in die Tat umsetzen. Allerdings fehlte damals ein offizielles Gesuch und damit auch die notwendige Bewilligung. Morgen Freitag soll es nun aber klappen. «Ich habe nun die notwendige Bewilligung», so Soleymani gegenüber der az. Auf dem Zeiher Homberg, auf dem Bann der Gemeinde Thalheim, wird er «einen der stärksten Showlaser der Welt» installieren und einen grünen Laserstrahl über rund zehn Kilometer Luftlinie zum Kaistenberg projizieren. Von 19.30 Uhr bis 22 Uhr soll die Lasershow dauern. «Wir werden hin und wieder die Position leicht verändern und auch mal von einem einzelnen Strahl auf einen Fächer mit fünf Strahlen wechseln», so Soleymani.

«Mir geht es um die Fotos»

Der Zeiher nennt sein Projekt «Skylaser» und bezeichnet es als «Kunstprojekt». Gegenüber der az präzisiert er: «Nicht der Laserstrahl an sich ist Kunst.» Ihm gehe es um die Fotos, die er und seine Mitstreiter schiessen werden. «Wir werden von mehreren Standorten aus fotografieren und dabei mit den Belichtungszeiten spielen und so schöne Fotos von der Region machen.» Und noch etwas ist ihm wichtig: «In letzter Zeit wurden Laser eher negativ konnotiert, unter anderem weil Piloten geblendet wurden. Ich will zeigen, dass man auch Schönes kreieren kann.» Denn gefährlich sei sein Projekt nicht. Er halte alle Sicherheitsrichtlinien ein und lasse den Laser nicht auf voller Leistung laufen. Während das Licht am Ausgangspunkt auf dem Homberg auf fünf Millimeter gebündelt wird, habe der Strahl am Auftrittspunkt am Kaistenberg bereits einen Durchmesser von 38 Metern, rechnet er vor. «Für Menschen wäre es dort gefährlicher, direkt ins Licht einer Taschenlampe zu blicken.»

Der Strahl sei GPS-gesteuert und werde deshalb am geplanten Ort eintreffen. «Das kontrollieren wir auch vor Ort. Wir werden deshalb mit einem minimen Strahl starten und ihn erst nach dieser Überprüfung intensivieren.» Auch Tiere werden gemäss Soleymani durch die Aktion nicht beeinträchtigt. Etwas anders sieht dies Johannes Jenny, Geschäftsführer von Pro Natura Aargau. «Einen gewissen Einfluss auf Wildtiere hat ein solcher Laser wohl schon», sagt er, dieser sei aber nicht durch Studien belegbar. Sorgen bereite ihm aber, «dass die Natur immer mehr zur Bühne für Shows wird».

Soleymani, der mit seiner Firma Laser vertreibt und Events organisiert, steht die Sicherheit im Vordergrund. «Ich habe auch die Rega und Skyguide informiert und ihnen unsere Telefonnummern angegeben», sagt er. Im Falle eines Notfalles im Gebiet des Laserstrahls wäre er so erreichbar und könnte den Laser «in Sekundenschnelle» ausschalten. Auch die Polizei hat Soleymani informiert. «So weiss die Leitstelle Bescheid, falls Anrufe kommen und jemand sagt, er habe ein grünes Ufo gesehen.»

Roland Frauchiger, Gemeindeammann von Thalheim, bestätigt, dass seine Gemeinde die Bewilligung für die Veranstaltung erteilt hat. «Wir haben die Gemeinden, über denen der Laserstrahl leuchtet, angefragt, ob es Bedenken gibt und auch mit dem Kanton und der Regionalpolizei Rücksprache genommen», so Frauchiger. Niemand habe Bedenken angemeldet.