Fricktal

Trotz mildem Winter: Salzproduktion läuft auf Hochtouren

Rund 50 Tonnen Auftausalz können in der Saline Riburg pro Stunde produziert werden. (Symbolbild)

Rund 50 Tonnen Auftausalz können in der Saline Riburg pro Stunde produziert werden. (Symbolbild)

Die Schweizer Salinen AG hat diesen Winter 30'000 Tonnen Auftausalz ausgeliefert – gebraucht hat der kantonale Werkhof noch nicht viel.

Viele Kilometer mussten die Räumfahrzeuge vom kantonalen Werkhof in Münchwilen in diesem Winter noch nicht zurücklegen. Gerade viermal musste das Team um Strassenmeister Roland Jegge wegen Reifglätte ausrücken – am 13. und 31. Dezember sowie am 1. und 6. Januar. «Bis dato verläuft der Winter sehr ruhig», sagt ­Jegge.

Dementsprechend sind die beiden Salztürme des Werkhofs Münchwilen, die zusammen ein Fassungsvermögen von 1000 Tonnen haben, noch fast randvoll.

Bisher 30'000 Tonnen Salz diesen Winter ausgeliefert

Die Schweizer Salinen AG stellt mit ihren Salinen in Riburg, Schweizerhalle und Bex jährlich rund 300'000 Tonnen her. «Zurzeit lagern rund 222'000 Tonnen in den Schweizer Salinen», sagt Sprecherin Nicole Riethmüller. Die zwei grössten Lager sind die Saldome in Rheinfelden, von wo aus das Gros des weissen Rohstoffs ausgeliefert wird. «Von November bis Januar haben wir rund 30'000 Tonnen Auftausalz in die Schweiz geliefert», so Riethmüller. Im Vergleich zu den letzten Wintern merkt die Schweizer Salinen AG, dass das Bestellverhalten zurückhaltender geworden sei, so Riethmüller. Man sei jedoch zufrieden, weil es in erster Linie darum ginge, die Ver­sorgungssicherheit zu gewährleisten. Hauptabnehmer des Auftausalzes sind die Kantone Bern, Graubünden, Waadt, Wallis und Bern. «Sie machen rund 60 Prozent des Gesamtumsatzes aus», so Riethmüller.

Pro Stunde können in der Saline Riburg rund 50 Tonnen – 1200 Tonnen pro Tag – produziert werden. Derzeit sind es pro Tag im Schnitt 1000 Tonnen, die produziert werden. «Die Produktion läuft 24 Stunden, einzig am Wochenende werden die Anlagen auf einen dreischichtigen Betrieb heruntergefahren», so Riethmüller. Abgestellt werden die Maschinen so gut wie nie. Zum Stillstand kommen sie nur, wenn Revisionen durchgeführt werden oder die grossen Feiertage anfallen.

Ersparnis durch ­antizyklisches Ordern

30 bis 40 Prozent des Auftau­salzes eines Jahres liefert die Schweizer Salinen AG zwischen April und Oktober. «Im Sommer kostet die Tonne geliefertes Losesalz 150 Franken, im Winter 190 Franken pro Tonne», sagt Riethmüller. Die Preise sind dabei unabhängig von der Auslieferungsstrecke für alle Versorger gleich. Von den vergünstigten Sommertarifen macht auch ­Jegge beim Auffüllen der Salztürme in Münchwilen Gebrauch. «Dies kann zu einer Ersparnis von bis zu 40'000 Franken führen», sagt er.

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Autor

Dennis Kalt

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