Titelgewinn
Fricktaler Squash-Frauen sind Schweizer Meisterinnen – und das schon zum dritten Mal

Gigantos heisst das Frauen-Team, dem der Erfolg in der Squash Arena Uster am Donnerstag gelungen ist: Es holte den Schweizer-Meister-Titel. Gigantisch waren auch die Leistungen gegenüber dem Titelverteidiger, den Hawks Uster, der mit 2:1 geschlagen wurde. Beim Squash Club (SC) Fricktal in Frick, bei dem die Frauen lizenziert sind, ist die Freude gross.

Hans Christof Wagner
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In Uster standen die Fricktaler Squash-Frauen Taba Taghavi, Nadia Pfister und Caroline Bachem (von links) in der Mitte des Podests.

In Uster standen die Fricktaler Squash-Frauen Taba Taghavi, Nadia Pfister und Caroline Bachem (von links) in der Mitte des Podests.

zvg

Das NLA-Team Gigantos aus dem Stall des Squash Clubs (SC) Fricktal ist es in Uster gelungen: Gewinn des Schweizer-Meister-Titels im Team, nachdem die Spielerinnen Nadia Pfister, Caroline Bachem und Taba Taghavi in einem spannenden Final das Team Hawks Uster 2:1 schlagen konnten.

Mit dem Sieg ist es nach 2018 und 2019 das dritte Mal, dass die unter Fricktaler Flagge spielenden Nati A-Frauen ganz oben auf dem Podest standen. Zum sechsten Mal in Folge waren sie im Final mit von der Partie.

Harter Kampf vom Vortag steckt noch in den Knochen

Spielführerin Nadia Pfister war auf Position 1 gesetzt, bestritt also im Final die Auftaktpartie gegen Uster. Sie musste sich leider nach hartem Kampf am Vortag und gegen eine stark aufspielende Gegnerin ganz knapp und unglücklich im fünften Satz geschlagen geben. Ihr folgte auf Position 2 Caroline Bachem, die einen souveränen 3:0-Sieg einfuhr.

Auf Taba Taghavis Schultern lag schliesslich der Druck, den Playoff-Finalsieg einzufahren. Eine überglückliche Nadia Pfister auf Nachfrage:

«Wir haben natürlich alle gehofft, dass sie das heimschaukeln wird. Und sie hat dann auch sehr überzeugend gespielt und auch mit 3:0 gewonnen.»

Aber: «Letztlich ist es eine Teamleistung und so hätten wir uns auch über den Vizemeister-Titel gefreut», so Pfister. Vizemeister sind die im SC Fricktal lizenzierten Spielerinnen schon 2020 geworden, als die Niederlage gegen Uster knapp ausgefallen war und so der Titel-Hattrick nicht gelang.

Bereits 2018 und 2019 waren die Zürcherinnen die Finalgegner. «Zur Finalkonstellation SC Fricktal gegen Uster kam es nicht zum ersten Mal», meint Pfister schmunzelnd und erleichtert darüber, dass sie es 2021 erneut geschafft haben, den Pokal nach Frick zu holen.

Darüber, dass im Fricktal alle Daumen gedrückt waren, konnte sich das in Uster souverän spielende Gigantos-Team sicher sein. Pfister teilt mit:

«Wir freuen uns über die grosse Unterstützung durch den Fricker Club und wir spüren den Support, der uns stets entgegengebracht wird, auch seitens der Gemeinde.»

Tatsächlich mitzufahren ins Züribiet, sei aber nur wenigen Klubmitgliedern möglich gewesen – bei einem Final unter der Woche und mit den Corona-Schutzauflagen obendrein. Auch Clubgründer Christoph Frey ist stolz auf die Leistungen seiner Top-Spielerinnen. Er sagt:

«Es ist auch das perfekte Timing. Steht doch am 18. September die Eröffnung des neuen Center-Courts auf der Agenda.»
Nadia Pfister spielt seit Kindesbeinen an Squash.

Nadia Pfister spielt seit Kindesbeinen an Squash.

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Nadia Pfister: Squash hat mich schon auf alle Kontinente geführt

Vermutlich werden dieses Jahr, wie 2020 schon, die European Club Championships, für die sich die Fricker NLA-Spielerinnen mit dem Erfolg in Uster qualifiziert haben, der Pandemie wegen nicht stattfinden. «Es ist schon frustrierend mitzuerleben, dass seit 2020 immer wieder vieles wegen Corona abgesagt werden muss», sagt Pfister.

Internationale Turniere gehören inzwischen zum Alltag der 25-Jährigen aus dem Baselbiet, seit sie sich vor fünf Jahren dazu entschlossen hat, Squash zu ihrem Beruf zu machen. «Mein Sport hat mich schon auf alle Kontinente geführt», sagt die Nummer 3 der Schweiz und die Nummer 68 der Welt.

Neben Liestal Frick als zweite sportliche Heimat

Im Juli wird sie nach Chicago fliegen, wo sie zum ersten Mal an der WM im Einzel teilnimmt. Das Reisen durch die Welt gefällt ihr und sie hofft darauf, dass die Einschränkungen der Pandemie bald fallen. Aber trotz allem weiss sie noch immer, wo neben Liestal ihre zweite sportliche Heimat ist: beim Squash Club Fricktal in Frick, den sie zum Training und zum Feiern immer gerne aufsucht – so sicher auch die kommenden Wochen zur Feier des Schweizer-Meister-Titels im Team.

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