Stein
Beschwerde beim Verwaltungsgericht bringt Schulhaus-Projekt ins Stocken

Für die über zehn Millionen Franken teure Erweiterung und Sanierung der drei Schulhäuser schloss die Gemeinde einen Anbieter von der öffentlichen Ausschreibung aus. Dieser legte dagegen Beschwerde ein. Bis zum Gerichtsentscheid sind weitere Detailplanungen am Projekt blockiert.

Dennis Kalt
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Die Primarschule in Stein soll für rund 10 Millionen Franken erweitert und saniert werden.

Die Primarschule in Stein soll für rund 10 Millionen Franken erweitert und saniert werden.

Zvg

Einen Kredit von über 10 Millionen Franken bewilligte der Steiner Souverän im Dezember 2020 für den Umbau und die Erweiterung des Schulhauses. Mit dem Projekt will die Gemeinde 15 Schulräume und 12 Gruppenräume realisieren. Dies, weil sie davon ausgeht, dass bis 2024/25 alle Primarschulklassen doppelt geführt und mindestens 12 Schulräume notwendig sein werden. Der Zeitplan sieht einen Bezug nach Fertigstellung der drei Schulhäuser im August 2022 vor.

Doch, ob der Zeitplan eingehalten werden kann, ist ungewiss. Denn so hat ein Anbieter, der im Submissionsverfahren für die Dienstleistungen Architektur und Gesamtleitung von der Gemeinde ausgeschlossen wurde, Beschwerde beim Verwaltungsgericht eingelegt. Für die Gemeinde, die im Rahmen der öffentlichen Ausschreibung den Auftrag bereits an die Schwob, Sutter Architekten AG in Liestal vergeben hat, ist dies ärgerlich. Gemeindeschreiber Sascha Roth sagt:

«Jeden Tag, den wir auf einen Entscheid des Gerichts warten müssen, ist einer, an dem sich die Arbeiten verzögern.»

Eigentlich, so Roth, gebe es derzeit eine Menge zu tun. Etwa die Detailplanungen mit dem Architekten und das Ausschreiben der Aufträge. Doch die Gemeinde werde keine weiteren Kosten auslösen, bis der Entscheid des Gerichts feststeht.

Bietergemeinschaften sind nicht zulässig

Gemäss Roth habe man den entsprechenden Anbieter vom Submissionsverfahren ausgeschlossen, weil die Gemeinde in den Ausschreibungsgrundlagen die Vorgabe machte, dass es sich bei den Anbietern um keine Bietergemeinschaft handeln dürfe. «Bei dem ausgeschlossenen Anbieter, ist das aber jedoch ein klarer Fall», sagt Roth.

Sowohl im ganzen Ausschreibungsprozess als auch im erwähnten Rechtsverfahren wurde und wird die Gemeinde durch ein spezialisiertes Fachbüro und eine Anwaltskanzlei begleitet.

Hängig ist die Beschwerde bereits vor dem Verwaltungsgericht seit dem 25. Juni. «Wir können nur warten und hoffen, dass das Gericht möglichst zügig zu unseren Gunsten entscheidet», sagt Roth.

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