Rheinfelden

Stabile Finanzlage: Die Stadt Rheinfelden kann ihre Zahlen sehen lassen

Die Altstadt von Rheinfelden

Die Altstadt von Rheinfelden

Der Geschäftsbericht für 2019 ist erfreulich. Gerade in Zeiten wie diesen ist das gut.

Es sind gleich mehrere Dinge, die an diesem Morgen den Unterschied ausmachen. Den Unterschied zwischen einer normalen Medienkonferenz und einer in Zeiten von Corona. So nehmen der Rheinfelder Stadtammann Franco Mazzi, Finanzchef Jürg Gasser und Stadtschreiber Roger Erdin im Rathauskeller mehrere Meter voneinander entfernt Platz. Und: Statt einer Traktandenliste für die anstehende Gemeindeversammlung präsentieren sie «nur» die Rechnung und den Geschäftsbericht 2019. Die Gemeindeversammlung ist in den September verschoben.

Die Rechnung 2019 zeigt die mehr als stabile finanzielle Lage der Stadt. Der Ertragsüberschuss der Erfolgsrechnung beträgt rund 8,1 Millionen Franken. Die Investitionen beliefen sich netto auf stattliche 14,1 Millionen Franken – was aber dank einer Selbstfinanzierung von 13,1 Millionen Franken zu einem Finanzierungsfehlbetrag von nur rund einer Million Franken führte. «Es handelt sich um die zweithöchste Investitionssumme in den letzten 13 Jahren und gleichzeitig um die viertbeste Selbstfinanzierung im selben Zeitraum», sagt Franco Mazzi. Bemerkenswert ist in diesem Zusammenhang auch, dass der Steuerfuss 2007 noch bei 110% lag. Inzwischen wurde er auf 95% gesenkt.

Budgetiert worden war ein Finanzierungsfehlbetrag von rund 12 Millionen Franken. Entsprechend sprach Mazzi von einem «guten Ergebnis». Die Verantwortlichen sehen mehrere Gründe dafür. Zum einen betragen die Steuererträge gesamthaft rund 49,3 Millionen Franken und liegen somit 3,6Millionen Franken höher als budgetiert. Zum anderen fielen die Investitionsausgaben rund 6,6 Millionen Franken tiefer aus als budgetiert. Unter anderem schlägt hier der Rheinsteg zu Buche, für dessen Bau im Budget bereits Geld eingestellt war. Das Projekt wurde allerdings in einer Referendumsabstimmung versenkt. Die aufgelaufenen Planungskosten mussten entsprechend ausserordentlich abgeschrieben werden.

Die flüssigen Mittel und kurzfristigen Geldanlagen beliefen sich so Ende Jahr auf rund 18,1 Millionen Franken, die Finanzanlagen auf 36 Millionen Franken. Geld, das die Stadt in den nächsten Jahren gebrauchen kann, wie Mazzi «mit Blick auf die anstehenden Investitionen» betonte.

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