Möhlin
Sportplatz wird zum Wohnquartier

Die Gemeinde hat das Siegerprojekt des Investorenwettbewerbs «Areal Rüttenen» ausgewählt. Das Projekt «Garten - Quartierpark - Bachraum» vom Badener Architekturbüro ERP überzeugte auf der ganzen Linie. Kosten soll es 7 Millionen.

Nadine Böni
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Eine Überbauung, die eine Verbindung zwischen Ein- und Mehrfamilienhäusern sowie Wohn- und Erholungszone schafft, soll auf dem ehemaligen Sportplatz Riburg entstehen.

Eine Überbauung, die eine Verbindung zwischen Ein- und Mehrfamilienhäusern sowie Wohn- und Erholungszone schafft, soll auf dem ehemaligen Sportplatz Riburg entstehen.

«Garten - Quartierpark - Bachraum» – so heisst das Siegerprojekt aus dem Investorenwettbewerb zum Areal Rüttenen. Das hat der Möhliner Gemeinderat diese Woche entschieden. Beim Projekt des Badener Architekturbüros ERP hätten sowohl die Architektur als auch der finanzielle Aspekt überzeugt, sagt Gemeindeammann Fredy Böni.

Sieben Millionen Franken

Den Investorenwettbewerb hatte die Gemeinde bereits 2012 gestartet, um die Gestaltung des Areals mit rund 10'000 Quadratmetern Fläche – davon 7000 Quadratmeter Bauland – zu eruieren. Zwischenzeitlich wurde der Wettbewerb zurückgestellt und Anfang dieses Jahres wieder aufgenommen. Als Zuschlags-Kriterien wurden Architektur (60 Prozent) und Preis (40 Prozent) definiert.

Ein Fachgremium beurteilte den ersten Aspekt. Das Projekt «Garten - Quartierpark - Bachraum» schaffte es dabei auf den zweiten Platz. In einem zweiten Schritt wurde vom Gemeinderat dann auch der finanzielle Aspekt einbezogen. Der Investor des Siegerprojekts habe ein Angebot von «über 1000 Franken pro Quadratmeter» abgegeben, sagt Böni. Das ergibt einen Kaufpreis von über sieben Millionen Franken. «Beim ausgewählten Projekt stimmt das Gesamtpaket», so Böni.

Der Gemeinderat schätze vor allem den Bezug, den die geplante Überbauung zum Möhlinbach schaffe. Im östlichen Teil des Sportplatzes – auf rund 3000 Quadratmetern – ist eine Erholungsanlage geplant. Die Gemeinde sieht ausserdem vor, den Abschnitt des Möhlinbachs beim Sportplatz im Rahmen der Arbeiten an der Überbauung zu renaturieren.

Zweigeteiltes Areal

Das Areal Rüttenen – der ehemalige Sportplatz Riburg – wurde nach dem Neubau des Sportplatzes beim Sportzentrum Steinli nicht mehr gebraucht. Um das Gebiet einer neuen Nutzung zuzuführen, wurde es von einer Zone für öffentliche Bauten und Anlagen in die Zone W3 und in die Zone für öffentliche Erholungs- und Freizeitanlagen überführt. Im westlichen Teil soll eine Wohnüberbauung entstehen. Der östliche Teil hingegen soll als Erholungsanlage dienen und einen Übergang zum Möhlinbach schaffen. Um die Gestaltung des Areals zu definieren, startete der Gemeinderat 2012 einen Investorenwettbewerb. (nbo)

Gerhard Wittwer, Projektleiter bei ERP, betont, wie wichtig dies in der Ausarbeitung gewesen sei. So wurde für die Gestaltung des Areals am Bach extra ein Landschaftsarchitekt beigezogen. «Diese Gestaltung wird für die Bevölkerung einen grossen Mehrwert schaffen», so Wittwer.

Im westlichen Teil des Areals – rund 7000 Quadratmeter – ist eine Überbauung mit mehreren Gebäuden vorgesehen. «Im Gebiet um den Sportplatz gibt es verschiedene Strukturen, also sowohl Ein- als auch Mehrfamilienhäuser. Ziel ist es, hier zu vermitteln», sagt Wittwer. Entsprechend seien die meisten Gebäude dreigeschossig gestaltet, eines fünfgeschossig.

Die Planungen sehen ein breites Spektrum bei der Wohnungsgrösse vor – von 2,5-Zimmer- bis zu 5,5-Zimmer-Wohnungen. «Gemäss aktuellem Stand sind Mietwohnungen angedacht», sagt Wittwer. Wobei der definitive Entscheid noch ausstehe.

Baubeginn 2018 denkbar

Für Investor und Gemeinde gilt es nun erst einmal abzuwarten. An der Einwohnergemeindeversammlung vom 1. Dezember werden die Stimmberechtigten über den Verkauf des Areals entscheiden. Fällt dieser Entscheid positiv aus, werden Gemeinde und Investor gemeinsam einen Gestaltungsplan ausarbeiten. Nach der öffentlichen Auflage und der Genehmigung des Kantons des Plans folgt die detaillierte Ausarbeitung des Projekts sowie die Baueingabe. Der Baubeginn wäre somit 2018 denkbar.

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